Der ERV macht es sich unnötig selbst schwer

Alles war bereitet. Mit dem dritten Sieg in Folge gegen Moosburg reisten die Mighty Dogs nach Fürstenfeldbruck, um den wohl entscheidenden Schritt zum Klassenerhalt zu machen. Doch die Schweinfurter zeigten eine ganz schwache Vorstellung und gingen mit 1:5 unter. Eine Niederlage, die nun die Verfolger wieder auf den Plan ruft.

Der Spielplan hatte es gut gemeint mit dem ERV. Nach dem verdienten wie deutlichen Erfolg fehlten der Mannschaft von Leos Zajic nur noch zwei Siege zum Ligaverbleib.

Gegen die beiden schwächsten Teams der Liga aus Fürstenfeldbruck und Burgau sollte das eigentlich nur Formsache sein. So zumindest die schöne Schweinfurter Theorie. Denn in der Praxis belehrten die Mighty Dogs ihren Anhang erneut eines Besseren.

Schwacher Auftritt

Anstatt nämlich den Gegner, den sie im Hinspiel mit 10:0 aus dem Icedome geschossen hatten, ernst zunehmen und eine souveräne Vorstellung abzuliefern, zeigten die Zajic-Sechs genau das Gegenteil.

Hatten die Gäste die Anfangsphase noch dominiert, die EVF-Crusaders, wie sich die Hausherren selbst nennen, zu mehreren Strafzeiten gezwungen und durch Viktor Ledin die frühe Führung erzielt, ging der spielerische Faden hernach gänzlich verloren.

„Wir haben den Gegner leider auf die leichte Schulter genommen, wovor wir eindringlich gewarnt hatten, und haben nicht unsere beste Leistung abgerufen“, so Christopher Schadewaldt.

Die schnelle Quittung folgte auf den Fuß. Nur 40 Sekunden nach dem 0:1 erzielten die Hausherren den postwendenden Ausgleich und kauften den Mighty Dogs mit robuster Spielweise und effizienter Chancenauswertung den Schneid ab.

Denn auch das Glück war den Fürstenfeldbruckern hold, so dass sie die Partie noch vor der ersten Drittelpause drehten. „Wir versuchten alles, änderten die Angriffsreihen“, merkte auch Schadewaldt, dass die Seinen nicht richtig auf Touren kommen.

Zu viele Strafzeiten

Doch bei allen Bemühungen, gelingen wollte den Schweinfurtern nur wenig. Trotz bester Möglichkeiten, der Puck wollte nicht über die Linie und der Frust brach sich in Strafzeiten Bann. Das wussten die aufopferungsvoll kämpfenden Hausherren, die sich auf die Defensive konzentrierten, zu nutzen, als Frederik Hoffman auf 3:1 erhöhte.

„Danach haben wir weiter aufgemacht, um dem Spiel doch noch eine Wendung zu geben“, so Schadewaldt. Doch spätestens mit Maximilian Rabs Spieldauerdisziplinarstrafe und dem folgenden vierten Treffer der Heimsechs war die Partie entschieden. Das 5:1 fiel da schon nicht mehr ins Gewicht.

1400 Euro für die Familie des kleinen Jan

„Sie haben es clever gemacht und waren vor dem Tor kaltschnäuzig“, musste Schadewaldt die bittere Niederlage zähneknirschend anerkennen. Anstatt nun vorzeitig gegen den neuen Letzten Burgau den Klassenerhalt zu sichern, müssen die Mighty Dogs nämlich wieder zittern.

Denn Verfolger Ulm/Neu-Ulm ist wieder auf fünf Zähler herangerückt, spielt noch gegen die hinteren drei Teams der Liga, während die Schweinfurter nach Freitag auf das Topduo aus Passau und Pfaffenhofen treffen.

Hoffnungen haben die Mighty Dogs am Freitag der Familie des kleinen Jan Schackel gemacht: Bei einer vom ERV initiierten Spendenaktion kamen, wie Kassier Jürgen Bernhard mitteilte, rund 1400 Euro zusammen. Die Summe wird am Sonntag im Icedome an die Familie übergeben.

 

Schweinfurt: Keßler – Knaup, A. Kleider, Köder, Schadewaldt, Faust, Schäfer – Ledin, Kouba, Tratz, Andrusovich, Rypar, Zajic, Manger, Trolda, Straka, Rabs.

EV Fürstenfeldbruck – ERV Schweinfurt 5:1 (2:1, 0:0, 3:0)

Tore: 0:1 (9.) Ledin (Straka, Rypar), 1:1 (10.) Kilian (McGehee), 2:1 (18.) Gruhler, 3:1 (41.) Hoffman (Brunenberg, Ehemann), 4:1 (52.) Brunenberg (Möller, 5:4), 5:1 (60.) Guttenthaler (Dichtl, Steidle).

Strafminuten: 14/10 + 5 (Rabs) + 20 (Rabs). Zuschauer: 70.

Quelle: Mainpost

2019-02-18T19:33:11+00:00Montag, 18 Februar, 2019|