Der ERV steht unter Druck

Das vergangene Wochenende war so etwas wie ein Spiegelbild der bisherigen Saison: Kaum scheint der ERV Schweinfurt ruhigeres Fahrwasser erreicht und das Saisonziel schon so gut wie erfüllt zu haben, gibt es regelmäßig einen Rückschlag. Das 1:5 in Fürstenfeldbruck war ein heftiger, der die Mighty Dogs drei Spieltage vor Saisonende unter Zugzwang bringt.

Denn trotz aktuell fünf Punkten Vorsprung auf die viertplatzierten Ulmer wird der ERV aufgrund des vermeintlichen leichten Restprogramms seines Verfolgers wohl noch fünf Punkte brauchen, um den Klassenerhalt perfekt zu machen.

Die gute Nachricht ist, dass die Mighty Dogs diese Zähler in den kommenden zwei Heimspielen einfahren können. Die schlechte ist, dass einer der Gegner Passau heißt.

Der Schlendrian lauert

Zunächst ist erst einmal der ESV Burgau in Schweinfurt zu Gast. Gegen das Schlusslicht ist für die Mighty Dogs ein Sieg absolute Pflicht. Zumal die Gäste am vergangenen Sonntag beim 0:10 in Passau mächtig unter die Räder kamen.

Da allerdings könnte genau die Gefahr liegen: Gegen vermeintlich leichte Gegner neigen die Schweinfurter schnell dazu, selbst den ein oder anderen Schritt weniger zu laufen, zu häufig spielerische Ansätze der konsequenten Lösung vorzuziehen – oder hinsichtlich der Konzentration nachzulassen.

Maximilian Rabs muss zusehen

„Ich war schon enttäuscht über den Auftritt in Fürstenfeldbruck. Ich habe den Jungs aber auch gleich klar gemacht, dass es keinen Sinn macht, sich jetzt selbst zu zerfleischen, sondern dass es nun gilt, sich auf das anstehende Wochenende hundertprozentig konzentriert vorzubereiten“, so Coach Leos Zajic.

Er und Spielertrainer Josef Straka haben sich unter der Woche bereits festgelegt, die Reihen wieder etwas anders zusammenzustellen.

Endspiel in Pfaffenhofen droht

Dies ergibt sich unter anderem durch die Ausfälle. So wird Maximilian Rabs gegen Burgau nach seiner Spieldauerstrafe ebenso fehlen wie Aleksander Andrusovich, der erneut verletzungsbedingt passen muss. Ansonsten stehen wohl alle Spieler zur Verfügung – und sollten spätestens gegen Passau endgültig voll auf der Höhe sein, um die nötigen Zähler für den vorzeitigen Klassenerhalt einzufahren.

Denn bislang zogen die Mighty Dogs gegen den EHF in dieser Saison bereits drei Mal den Kürzeren. In der Abstiegsrunde gelang in Passau aber immerhin der erste Punktgewinn. Auf mangelnden Enthusiasmus der Gäste darf man aufgrund der Tabellensituation nicht hoffen.

Zwar könnte man Passau bereits am Ziel wähnen – voraussetzt, dass sie das Nachholspiel gegen Fürstenfeldbruck gewinnen. Dass aber auch dies kein Selbstläufer ist, hat der ERV nachdrücklich bewiesen.

Für das Straka-Team stehen somit in den letzten beiden Heimspielen der Saison zwei schwierige Aufgaben an.

Am Freitag (20 Uhr) müssen die Schweinfurter aufhören, sich selbst im Weg zu stehen und am Sonntag (18 Uhr) den ersten Sieg gegen ein Team einfahren, das man eher in der Aufstiegsrunde vermutet hätte. Sonst droht ein Endspiel in Pfaffenhofen am Faschingssonntag. Ein Szenario, auf das beim ERV niemand scharf ist.

Quelle: Mainpost

2019-02-21T19:33:06+00:00Donnerstag, 21 Februar, 2019|