Endspiel-Stimmung beim ERV

Sieben bis acht der dreizehn Rückrundenpartien müsse man gewinnen, hatte ERV-Coach Zdenek Vanc vorgerechnet, um am Ende der Hauptrunde auf einem der ersten acht Plätze zu stehen. Mittlerweile sind vier Spiele absolviert. Die Bilanz: Ein Sieg und drei Niederlagen. Dementsprechend dürfen sich die Mighty Dogs nicht mehr viele Ausrutscher erlauben. Daher soll nach Möglichkeit bereits an diesem Wochenende erstmals in dieser Saison die Maximalausbeute von sechs Punkten her.

Zunächst müssen die Schweinfurter am Freitagabend wieder auswärts – in Schongau – antreten. „Ich habe großen Respekt vor Schongau. Trotzdem müssen wir dort als Favorit auftreten“, lässt Vanc keinen Zweifel daran, dass alles außer drei Punkten in diesem Spiel eine Enttäuschung wäre.

Gute Stimmung im Team

Dabei komme es vor allem darauf an, mental stabil zu sein und von Beginn an Druck auf den Gegner auszuüben. Allerdings stehen dem Trainer erneut mehrere Spieler nicht zur Verfügung. „Aleksander Andrusovich ist zumindest für dieses Wochenende raus“, verrät Vanc. Ob nach der Verletzung aus dem Füssen-Spiel gar eine längere Fehlzeit droht, müssen weitere Untersuchungen erst noch ergeben. Zumindest in Schongau muss der Tscheche auch auf Pascal Schäfer (Sperre) sowie Marcel Grüner und Maximilian Rabs (beruflich verhindert) verzichten.

Das Trio wird dann allerdings am Sonntag, wenn Passau im Icedome gastiert, wieder zur Verfügung stehen. Ob Daniel Tratz nach seiner Verletzung an diesem Wochenende wieder auflaufen kann, ist noch ungewiss und wird sich erst kurzfristig entscheiden.

Vanc wird somit seine Reihen wieder kräftig durchwürfeln müssen. Ein Umstand, an den er sich in dieser Saison aber bereits gewöhnt hat. „Das ist für mich leider der Alltag. Wir hatten bislang nur zwei Spiele, bei denen alle zur Verfügung standen. Aber das soll keine Ausrede sein. Auch andere Mannschaften müssen immer wieder mit Ausfällen zurechtkommen.“

Vanc warnt vor Passau

Auch auf die gute Stimmung im Team habe weder dies, noch die aktuelle Tabellensituation, die einen Rückstand des ERV von drei Punkten auf Platz acht ausweist, einen Einfluss.

„Wir haben am Mittwoch einen Team-Abend verbracht, bei dem wir viele Gespräche geführt haben. Die Jungs sind positiv und hungrig auf Siege.“ Dennoch weist Vanc weiter darauf hin, dass jeder Sieg in dieser engen Liga hart erkämpft werden muss. Dies gelte für die Partie in Schongau – ebenso wie für das Duell mit Passau am Sonntag.

Die Niederbayern hatte er vor der Saison zu den Topfavoriten der Liga gezählt und sieht sich darin nach den Startschwierigkeiten zu Saisonbeginn mittlerweile bestätigt. „Dass sie inzwischen bis auf Platz drei geklettert sind, überrascht mich nicht. Passau hat ein sehr schnelles und spielstarkes Team. Das wird eine ganz schwere Aufgabe.“

Eine, die es zu meistern gilt, um sich eine gute Ausgangsposition vor den kommenden Spielen gegen die direkten Konkurrenten aus Königsbrunn und Erding zu verschaffen.

 

Quelle: Mainpost

2018-12-06T21:59:53+00:00Donnerstag, 6 Dezember, 2018|