ERV braucht mehr Tore

Duelle mit zwei Unbekannten

Nach der Niederlage gegen Bayernligist Pegnitz haben die Schweinfurter Mighty Dogs an diesem Wochenende zwei Landesligisten vor der Brust. Am Freitagabend führt die Reise zunächst nach Moosburg (19.30 Uhr). Der EV ist ebenso wie der Heimspielgegner Fürstenfeldbruck (Sonntag, 18 Uhr, Icedome) in dieser Saison noch ein gänzlich unbeschriebenes Blatt für den ERV.

„Wir haben keinerlei Videomaterial oder Informationen über beide Gegner“, so Christopher Schadewaldt, der Spielertrainer Josef Straka bis Saisonende auch im Trainingsbetrieb unterstützt. Das sei aber auch egal. „Wir fahren nach Moosburg, um unser Spiel durchzubringen und drei Punkte zu holen.“

Dafür habe man in dieser Woche gut trainiert. Schwerpunkte seien dabei vor allem die schnelle Überbrückung der neutralen Zone im Aufbauspiel und der Torabschluss gewesen. „Wir brauchen mehr Tore. Das haben wir der Mannschaft auch mit Blick auf das Pegnitz-Spiel nochmal sehr deutlich gemacht“, so Schadewaldt, dessen Einsatz sich erst kurzfristig entscheiden wird.

Ansonsten kann Straka aber auf alle Akteure zurückgreifen und hat sich entsprechend auch Veränderungen in der Aufstellung überlegt. „Wir werden da Kleinigkeiten umstellen und etwas ausprobieren, um so schnell wie möglich die beste Zusammenstellung zu finden.“

Die Entscheidung des Bayerischen Eissportverbandes, Mannschaften, die sich nicht an die freiwillige Selbstverpflichtung der Vereine halten maximal zwei Kontingentspieler einzusetzen, mit einer Spielwertung zu belegen, war natürlich auch in der Schweinfurter Mannschaft ein Thema.

Schließlich traf es mit Burgau auch ein Team, das in der ERV-Gruppe auf Punktejagd geht. „Die Mannschaft befürwortet das Vorgehen des BEV. Ansonsten müssen wir uns aber auf uns konzentrieren und unsere Spiele gewinnen.“ Und zwar egal wie der Gegner heißt und in welcher Konstellation er antritt.

Auch ERV-Vorstandsmitglied Stefan Greier, der bei den Schweinfurtern für Verbandsangelegenheiten verantwortlich zeichnet, war keineswegs vom harten durchgreifen überrascht. „Das war klar so angekündigt. Wenn sich alle Vereine dazu verpflichten und zwei dann dagegen verstoßen ist der Verband in der Pflicht zu handeln.“

Dass die Verbandsentscheidungen bei den betroffenen Vereinen Wirkung zeigen wird, bezweifelt Greier allerdings. „Ich gehe davon aus, dass diese Vereine so weitermachen und eine gerichtliche Klärung abwarten werden.“ Über eine rechtlich unsichere Situation am Saisonende macht er sich derzeit dennoch keine Gedanken. „Das ist dann Sache des Verbandes. Wir müssen darauf schauen, dass wir möglichst schnell einen der ersten drei Plätze unserer Gruppe festmachen und so den Klassenerhalt sichern. Dann kann uns der Rest egal sein.“

Deshalb liegt der Fokus klar auf den sportlichen Aufgaben. Wie schwer die an diesem Wochenende werden ist in der Tat schwer einzuschätzen. Moosburg, das eigentlich gegen Burgau verloren hatte, ist nach der Spielwertung nun Tabellenführer. Fürstenfeldbruck, der vermeintlich schwächste Gegner der Gruppe, steht noch mit null Punkten da, hat aber auch erst ein Spiel absolviert, sodass man wohl erst nach diesem Wochenende die Stärken und Schwächen der einzelnen Teams so richtig einschätzen kann.

Quelle: Mainpost

2019-01-17T19:07:42+00:00Donnerstag, 17 Januar, 2019|