ERV startet mit Sieg in die Abstiegsrunde

Mighty Dogs zeigen Comeback-Qualitäten

Der Start der Mighty Dogs in die Abstiegsrunde ist geglückt. In einem bis zuletzt spannenden und offenen Spiel setzte sich der ERV am Ende verdient mit 6:4 in Ulm durch.

Danach sah es zu Beginn allerdings nicht aus. Nach knapp vier Minuten setzte es wieder einmal eine kalte Dusche für die Schweinfurter, die in dieser Situation nicht eng genug an ihren Gegenspielern dran waren. Ähnlich fiel auch der Treffer der Gastgeber zum 2:0 (24.) der zunächst nichts gutes für die Mighty Dogs zu verheißen schien.

Doch in der Folge wachte das von Spieltrainer Josef Straka angeführte Team endgültig auf. Die von Straka neu zusammengestellten Reihen funktionierten zusehends besser. Besonders die zweite Reihe mit den Rückkehrern Aleksander Andrusovich, Daniel Tratz und Marc Zajic machte mächtig Betrieb. Der Anschlusstreffer zum 1:2 (28.) war allerdings Jonas Manger vorbehalten, der in der dritten Reihe mit Stephan Trolda und Marcel Grüner auflief. Nach dem Ausgleich durch Tratz (31.) gelang es auch der ersten Reihe, sich immer besser in Szene zu setzen. Lohn war die erstmalige Führung durch Straka (32.) nur kurz danach.

Auch dass die Gastgeber in der Folge ebenso wieder zum Ausgleich kamen, wie nach der zweiten Führung durch Tratz (44.) warf den ERV diesmal nicht aus der Bahn. Durch eine sehenswerte Einzelleistung brachte Straka die Mighty Dogs erneut in Führung (58.). Nachdem er die Scheibe an der gegnerischen Grundlinie auf den Schläger bekam kreuzte er vors Tor, ließ zwei Gegenspieler aussteigen und netzte zum 5:4 ein.

Die Hausherren, die sich als der erwartet unangenehme Gegner erwiesen und durch eine harte aber nicht unfaire Gangart den Schweinfurter das Leben lange schwer machten, riskierten alles und nahmen rund 90 Sekunden vor dem Ende den Goalie vom Eis. Das eröffnete Patrik Rypar in der Schlussminute, aus eigentlich aussichtsloser Position per Empty-Net-Goal für die Entscheidung zu sorgen.

Die Mighty Dogs drehten somit ein Spiel in der Fremde, holten sich so verlorengegangenes Selbstvertrauen zurück und sorgten somit für einen gelungenen Auftakt in die Abstiegsrunde. Das von Viktor Ledin gehörte eher nicht dazu. Denn der Stürmer musste die Partie trotz des Fehlens von Martin Oertel 60 Minuten von der Bank aus beobachten. Maximilian Rabs hingegen, der zunächst ebenfalls zusehen musste, kam durch eine Zehn-Minuten-Strafe gegen Andrusovich zu Eiszeit und nutzte diese immerhin zu einem Assist. Härtefälle, die in den kommenden Wochen durchaus häufiger vorkommen können, sollte der ERV von Verletzungen verschont bleiben. Für die betroffenen Spieler heißt es nun, diese Situation anzunehmen und sich immer wieder aufzudrängen. Das Beispiel von Rabs darf also aus Sicht von Straka sicher gerne Schule machen.

VfE Ulm/Neu-Ulm – ERV Schweinfurt 4:6 (1:0, 2:3, 1:3)

Schweinfurt: Kessler – Schäfer, Faust, Köder, Kleider, A. Kleider, L. Kleider – Straka, Rypar, Kouba, Andrusovich, Tratz, Zajic, Manger, Grüner, Trolda, Rabs.
Tore: 1:0 (4.) Döring (Ceslik, Jainz), 2:0 (24.) Synek (Simon, Nussbaumer), 2:1 (28.) Manger (Kouba, Rypar), 2:2 (31.) Tratz (Andrusovich, Zajic), 2:3 (32.) Straka (Schäfer, Knaup), 3:3 (39.) Simon (Synek), 3:4 (44.) Tratz (Rabs, Köder), 4:4 (50.) Synek (Simon, Nussbaumer), 4:5 (57.) Straka (Rypar, Kouba), 4:6 (60.) Rypar (EN). Strafminuten: 8 + 10 Jainz / 6 + 10 Andrusovich. Zuschauer: 520.

Quelle: Mainpost

2019-01-14T08:19:15+00:00Montag, 14 Januar, 2019|