ERV trennt sich von Trainer Zdenek Vanc

Der zweite Sieg in Folge: Beim Tabellenschlusslicht EV Pegnitz siegten die Mighty Dogs knapp mit 2:1, konnten sich aber gegen befreit aufspielende Gastgeber vor allem bei ihrem starken Schlussmann Kevin Keßler bedanken, nicht als Verlierer vom Eis gegangen zu sein.

Beide Kellerkinder hatten am zweiten Weihnachtsfeiertag überraschend Selbstvertrauen getankt. Pegnitz siegte in Königsbrunn, Schweinfurt gewann das Derby gegen Bad Kissingen. Zeigen konnten dies zunächst nur die Gastgeber, die forsch begannen. Die Schweinfurter kamen nur selten zu guten Offensivaktionen und waren ständig in der Defensive gefordert. Allerdings verstanden es die Ice Dogs nicht, ihre Überlegenheit in Tore umzumünzen. Dies sollte sich nach dem ersten Seitenwechsel nicht ändern. Der ERV verteidigte leidenschaftlich, wurde aber nur Mitte des Drittels einige Male gefährlich.

Das Ende der Torflaute gab’s so erst im Schlussabschnitt: Zur Überraschung lag der Puck aber nicht im Schweinfurter Netz, sondern im Pegnitzer. Josef Straka passte nach einem EV-Abspielfehler auf Maximilian Rabs, der vollstreckte. Die Mighty Dogs drängten nun auf den zweiten Treffer, den wenig später Patrik Rypar per Weitschuss erzielte. Diesen Vorsprung, selbst wenn sich die Gäste das Leben mit Strafzeiten und dem späten 1:2 schwer machten, brachte sie nach großem Kampf ins Ziel.

EV Pegnitz – ERV Schweinfurt 1:2 (0:0, 0:0, 1:2).

Schweinfurt: Keßler – L. Kleider, Knaup, A. Kleider, Köder, Faust – Ledin, Oertel, Kouba, Grüner, Rypar, Zajic, Manger, Trolda, Straka, Rabs. Tore: 0:1 (44.) Rabs (Straka), 0:2 (51.) Rypar (L. Kleider, Zajic), 1:2 (59.) Adler (Kracht, Hagen, 5:4). Strafminuten: 6/12. Zuschauer: 289.

Bevor die zweite Partie des Wochenendes und die letzte im Jahr 2018 überhaupt begann, gab es bereits einen Paukenschlag: Der ERV trennte sich von Aufstiegstrainer Zdenek Vanc. „Es war keine leichte Entscheidung. Zdenek hat viel für den Verein geleistet. Er wird weiter im Verein, unter anderem als Jugendtrainer, tätig sein“, sagte Vorsitzender Sergei Chevalier. Mit der Demission des Tschechen sollte für die Abstiegsrunde ein Signal gesetzt werden. Stefan Greier, Vorstand Sport: „Jetzt ist die Mannschaft gefragt, die Zeit für Alibis ist vorbei.“ Gegen Königsbrunn stand Steffen Reiser an der Bande, um mit Josef Straka, der nun als Spielertrainer fungiert, die Geschicke zu leiten.

Und man sah der Mannschaft an, dass sie das Signal positiv aufnahm. Sehr couragiert begannen die Mighty Dogs, waren präsenter und aktiver als der Gast, für den es ja noch um den Einzug in die Aufstiegsrunde geht. Doch ließen die Schweinfurter zwei Überzahl-Chancen ebenso genutzt, wie die größte Möglichkeit, als Jan Kouba allein vor dem Tor vorbei schoss (14.). Erst jetzt entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem sich ERV-Goalie Kevin Keßler mehrfach auszeichnen durfte.

Nach torlosem ersten Drittel wurden die Mighty Dogs im Mittelabschnitt eiskalt erwischt: Patrick Zimmermann nutzte die erste Aktion (21.). Die Schweinfurter blieben zunächst unbeeindruckt, hatten durch Pascal Schäfer und Martin Oertel zwei gute Chancen, doch dann übernahm Königsbrunn – auch, weil die Gastgeber nur zu Zwölft waren.

Folgerichtig fiel auch noch das 0:2. Im letzten Akt wurde es zunehmend ruppiger, es fiel nur noch das 0:3 – und es war letztlich auch verdient.

EHC Königsbrunn – ERV Schweinfurt 0:3 (0:0, 0:2, 0:1)

Schweinfurt: Keßler, Dürr – L. Kleider, Knaup, A. Kleider, Köder, Faust, Schäfer – Oertel, Kouba, Rypar, Manger, Trolda, Straka, Rabs.
Tore: 0:1 (21.) Zimmermann (Trupp, Neuber), 0:2 (38.) Hermann (Auger, Rinke), 0:3 (56.) Fettinger (Trupp). Schiedsrichter: Gschwendtner (Kirchner, Walter). Strafminuten: 12/14. Zuschauer: 656.

Quelle: Mainpost

2018-12-31T18:43:51+00:00Montag, 31 Dezember, 2018|