ERV vor großen Herausforderungen

Der Altmeister und Tabellenführer aus Füssen gibt sich die Ehre

Nach dem gelungenen Saisonauftakt mit fünf Punkten aus zwei Partien steht dem ERV Schweinfurt ein hartes Wochenende mit zwei bärenstarken Gegnern ins Haus. Am Freitagabend (20 Uhr) gastiert mit Füssen nicht nur einer der traditionsreichsten Eishockeyvereine Deutschlands sondern auch, wenn auch nur nach zwei Spieltagen, der aktuelle Tabellenführer in Schweinfurt.

Der EV startete durch Siege gegen Pegnitz und Königsbrunn mit der vollen Punkteausbeute in die neue Spielzeit, genoss dabei allerdings auch beide Male Heimrecht. „Manche Teams spielen besser vor eigenem Publikum, manche sind auch auswärts stark“, will ERV-Coach Zdenek Vanc keinen Vorteil im Heimrecht seiner Mannschaft sehen. Vermutlich auch aus eigener Erfahrung. Denn der ERV lieferte zuletzt auswärts ein starkes Spiel in Peißenberg ab. „Ich war total zufrieden mit dem Spiel. Wir haben ein richtig gutes Mannschaftsspiel gezeigt, haben wenige Strafen genommen und unser Goalie, Ferdinand Dürr, hat ein sehr starkes Spiel gemacht.“

Wenn die Mannschaft am Abend erneut so auftritt, ist Vanc daher auch vor dem Tabellenführer nicht bange. „Klar kommen die mit viel Selbstvertrauen und guter Laune und natürlich haben sie, wenn man auf die Namen schaut, ein sehr starkes Team.“ Dennoch wollen die Mighty Dogs ihr Spiel durchziehen und weiter punkten. „Wir schauen auf uns und werden sehen, was dabei herauskommt. Für uns ist im Moment jeder Gegner neu, die Liga noch schwer einzuschätzen.“

Ein positiver Faktor dürfte sein, dass Vanc voraussichtlich wieder auf seinen kompletten Kader zurückgreifen kann. „Marc Zajic ist wieder gesund und hat trainiert. Und bei Jan Kouba sind die Probleme mit den Schlittschuhen behoben, sodass auch er wieder zur Verfügung steht.“ Sollten sich bis zum Freitagabend keine Ausfälle ergeben, dürfte somit Pascal Schäfer wieder vom Angriff in die Verteidigung wechseln wodurch der Trainer auch hier wieder eine Alternative hätte.

Dass alle Spieler zur Verfügung stehen, dürfte angesichts des sicherlich kräfteraubenden Wochenendprogramms ein großer Vorteil sein. Denn am Sonntag (17 Uhr) wartet in Landsberg bereits ein weiteres Topteam auf den ERV. Die Landsberger unterlagen zwar zum Saisonauftakt in Bad Kissingen, Vanc erwartet trotzdem einen harten Fight. „Mein Freund ist Trainer in Peiting und sie haben in der Vorbereitung gegen Landsberg gespielt. Er hat mir einiges über den Gegner erzählt.“ Man darf also gespannt sein, wie sich der Aufsteiger aus Schweinfurt nach zwei Gegnern, mit denen man sich eher auf Augenhöhe sieht, nun gegen zwei Gegner schlägt, die von vielen eher im oberen Drittel eingestuft werden.

Quelle: Mainpost

2018-10-11T09:39:12+00:00Donnerstag, 11 Oktober, 2018|