Große Vorfreude auf das erste Derby

Nach Dorfen warten auf den ERV die Kissinger Wölfe

Der bisherige Saisonverlauf ist für den ERV Schweinfurt mehr als zufriedenstellend. 15 Punkte aus acht gespielten Partien bedeuten für den Aufsteiger Rang drei in der Tabelle. Nur gegen Tabellenführer Füssen und in Passau musste man sich bislang knapp geschlagen geben. Was in dieser Saison aber bislang noch fehlt, ist ein Sechs-Punkte-Wochenende. Die Frage, ob an diesem Wochenende die Zeit dafür reif sei, beantwortet ERV-Coach Zdenek Vanc angesichts der Qualität der Gegner mit einem Lachen. „Natürlich wäre das schön, aber Dorfen ist stärker, als es die aktuelle Tabellenposition aussagt und im Derby kann immer alles passieren.“

Mit Blick auf den Freitags-Heimspielgegner Dorfen (20 Uhr, Icedome) machen den Trainer vor allem zwei Dinge vorsichtig. „Sie haben zwei Spiele weniger als die meisten Teams. Sollten sie die beiden Nachholspiele gewinnen, hätten sie einen Punkt weniger als wir“, will Vanc den momentanen zehnten Rang der Gäste nicht überbewertet wissen. Außerdem ist ihr Spiel extrem auf den tschechischen Kontingentspieler Lukas Miculka abgestellt. Der hat in den ersten Spielen gefehlt, zuletzt aber schon wieder sieben Punkte in zwei Spielen gemacht. „Ihn müssen wir in den Griff kriegen“, sieht Vanc einiges an Arbeit auf seine Defensive zukommen. Diese dürfte wieder komplett sein, da auch Maurice Köder in dieser Woche wieder voll mit der Mannschaft trainieren konnte. Lediglich in der Offensive droht mit Daniel Tratz ein Ausfall, über dessen Strafmaß nach seiner Matchstrafe in Erding bis gestern noch immer keine Klarheit herrschte [Anmerkung Mighty Dogs: 3 Spiele Sperre, nächstes Wochenende wieder spielberechtigt]. „Ansonsten sind alle fit und heiß auf die Aufgaben.“

Das gilt natürlich für das heutige Heimspiel, umso mehr aber für die Reise zum Nachbarn Bad Kissingen am Sonntag (18 Uhr, Bad Kissingen). „Diese Spiele sind immer etwas Besonderes – egal ob wie jetzt der Zweite gegen den Dritten oder der Erste gegen den Achten spielt“, freut sich Vanc auf die Partie, in der es aus seiner Sicht keinen Favoriten gibt. Beide Aufsteiger sind in der Bayernliga bereits voll angekommen und haben gemeinsam die Verfolgung von Tabellenführer Füssen aufgenommen. Beide kennen sich zudem in- und auswendig, wechseln doch immer wieder Spieler zwischen den beiden Vereinen hin und her. Auf Schweinfurter Seite haben aktuell unter anderem Marc Zajic, Viktor Ledin, Alexander Andrusovich und Martin Oertel eine Kissinger Vergangenheit. Auf Seiten der Wölfe wechselten erst vor dieser Saison Goalie Benjamin Dirksen, Jona Schneider, Jonas Manger und Kevin Marquardt das Rudel und sorgten damit nicht nur für einige Überraschungen sondern auch für viele Diskussionen auf Seiten der Schweinfurter Fans. Jetzt kommt es also zum ersten Wiedersehen in dieser Saison, für das sich der ERV auch taktisch etwas hat einfallen lassen. „Wir werden natürlich versuchen unser Spiel zu spielen und nicht alles umstellen. Aber wir haben das Kissinger Spiel analysiert und werden darauf taktisch mit einigen kleineren Maßnahmen reagieren“, so Vanc, der wie sein Team voller Vorfreude auf das Derby steckt. „Ich freue mich auch, meine alten Spieler wieder zu sehen“, hegt Vanc wegen der Wechsel keinen Groll. Sportlich wollen die Mighty Dogs aber deutlich machen, dass die Vier die falsche Entscheidung getroffen haben.

 

Quelle: Mainpost

2018-11-01T14:32:13+00:00Donnerstag, 1 November, 2018|