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Finaler Akt für die Mighty Dogs

Alles oder nichts: Am Wochenende entscheidet sich, ob der ERV Schweinfurt kommende Saison in der Bayernliga aufs Eis geht.

Verzahnungsrunde Landesliga
ERV Schweinfurt – ESC Haßfurt (Freitag, 20 Uhr)
EC Pfaffenhofen – ERV Schweinfurt (Sonntag, 18 Uhr)

Mit der Heimniederlage gegen Buchloe am vergangenen Freitag hat der ERV Schweinfurt eine hervorragende Ausgangsposition im Kampf um den Aufstieg leichtfertig aus der Hand gegeben. Und dennoch: Die Schweinfurter haben das Erreichen des großen Ziels selbst in der Hand. „Mit sechs Punkten an diesem Wochenende steigen wir sicher auf“, betont ERV-Trainer Zdenek Vanc nicht nur die Bedeutung der Partien gegen Haßfurt und in Pfaffenhofen, sondern auch, worauf es ankommt: „Wir müssen nur auf uns schauen.“

Holt der ERV drei Punkte im Nachholspiel gegen Haßfurt und gewinnt er am letzten Spieltag in Pfaffenhofen, sind die Schweinfurter in die Bayernliga aufgestiegen. In anderen Fällen wären sie auf Schützenhilfe angewiesen. Wenn Bad Kissingen erwartungsgemäß seine beiden Partien gegen Schlusslicht Moosburg gewinnt, kommen die Kurstädter auf 29 Punkte und wären somit für den ERV aufgrund des deutlich besseren Torverhältnisses nicht mehr einzuholen. Bliebe die Hoffnung auf einen Königsbrunner Ausrutscher gegen Buchloe. Die Schwaben liegen drei Punkte vor dem ERV. Sollten die Mighty Dogs also Haßfurt nach regulärer Spielzeit schlagen, würden sie aufgrund der besseren Tordifferenz vorbeiziehen. Dann müssten die Schweinfurter am letzten Spieltag genausoviele Punkte wie Königsbrunn holen, um den Aufstieg zu sichern.

Allerdings rechnet man auch beim EC Pfaffenhofen am Sonntag mit einem Do-or-Die-Game. „Das ist Sport, das ist Eishockey. Es ist verrückt, wenn man sieben Spiele am Stück gewinnt und trotzdem nicht durch ist“, so der EC-Vorsitzende Alexander Dost. Tatsächlich könnte der Bayernligist im Falle einer Niederlage gegen Schweinfurt trotz neun Siegen in 13 Spielen noch bis auf Platz vier durchgereicht werden und würde somit wie Buchloe und Moosburg absteigen. „Wir freuen uns auf ein spannendes Spiel und nehmen die Situation an, wie sie ist. Auch, wenn wir uns das anders gewünscht hätten.“

Gleiches gilt für die Mighty Dogs, die in beiden Spielen auf Maximilian Rabs (krank) und Marcel Grüner (Verletzung) verzichten müssen. „Sonst sind alle an Bord und haben gut trainiert“, so Vanc, der fast ausschließlich Über- und Unterzahlspiel trainieren ließ. „Wichtig ist, dass wir voll konzentriert zu Werke gehen“, so der Trainer mit Blick auf die vergangenen Auftritte gegen Buchloe und Haßfurt, bei denen die Schweinfurter jeweils im Anfangsdrittel in Rückstand gerieten. „Hinterherzulaufen kostet sehr viel Kraft und macht die Aufgabe viel schwieriger. Das wollen und müssen wir unbedingt vermeiden.“ Auch sollten die Schweinfurter weniger Strafzeiten nehmen als zuletzt.

Insgesamt muss die Mannschaft defensiv stabiler stehen, als bei den fünf beziehungsweise vier Gegentoren am vergangenen Wochenende. Dazu gehört ein verbessertes Abwehrverhalten ebenso wie eine starke Torwartleistung. Ob diese Benjamin Dirksen zeigen darf, der zuletzt gegen Buchloe einen schwachen Tag erwischt hatte und auch in Haßfurt nach 14 Minuten Platz machen musste, oder Kevin Kessler, der nach dem Wechsel nur einen Gegentreffer kassierte, will Vanc kurzfristig entscheiden. Fest steht hingegen, dass er selbst nicht auf dem Eis eingreifen wird, sondern die Geschicke der Mighty Dogs von der Bank lenkt.

Nicht nur er und sein Team, sondern alle, die es mit dem ERV halten, werden starke Nerven brauchen. Denn der Verlauf der Aufstiegsrunde beweist, dass es auch ohne Play-offs richtig packend zugehen kann. Daher wurde die Partie in Pfaffenhofen vom Verband auch auf 18 Uhr verlegt, um allen Möglichkeiten einer Wettbewerbsverzerrung vorzubeugen. In allen drei beteiligten Eisstadien wird somit zeitgleich um die Spielberechtigung in der Bayernliga 2018/19 gekämpft.

 

Quelle: Mainpost

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