Mighty Dogs holen ersten Punkt gegen Passau

Straka-Team unterliegt in der Overtime

Nach zuletzt drei Spielen mit maximaler Punktausbeute mussten sich die Schweinfurter Mighty Dogs am Sonntag beim Auswärtsspiel in Passau mit 2:3 nach Verlängerung wieder einmal geschlagen geben. In einem insgesamt engen Match über die gesamte Spielzeit durfte das Team von Spielertrainer Josef Straka aber durchaus zufrieden mit dem einen gewonnenen Punkt sein.

„Insgesamt muss man sagen, dass Passau durchaus etwas mehr vom Spiel hatte und die zwei Punkte durchaus verdient hat“, stellte auch ERV-Vorstandsmitglied Stefan Greier fest. Zudem brachte das Unentschieden nach 60 Minuten dem ERV den ersten Zähler im dritten Duell mit den Donaustädtern. Ohne die beruflich verhinderten Simon Knaup und Marcel Grüner sowie den weiterhin verletzten Aleksander Andrusovich hatten die Schweinfurter den Weg nach Passau angetreten. Dadurch rückte in der Defensive Lucas Kleider wieder stärker ins Team. Rückkehrer Martin Oertel hingegen erhielt in der dritten Reihe nur wenig Eiszeit, da Straka die Offensivreihen weitgehend unverändert ließ.

Allerdings musste der Routinier sein Team schon nach wenigen Minuten kurzfristig umbauen, da Jonas Manger schon in der sechsten Minute eine zwei plus zehn Minuten-Strafen wegen eines Checks von hinten kassierte. Als dann im ersten Drittel auch noch Patrik Rypar wegen Schlittschuhproblemen vorübergehend passen musste, gerieten die Reihen erneut durcheinander. Allerdings ließen sich die Schweinfurter davon nicht beirren, sondern erzielten durch Stephan Trolda, der in dieser Phase mit Viktor Ledin und Marc Zajic aufs Eis ging, den 1:1 Ausgleich (15.) Zuvor waren die Gastgeber, gegen defensiv sehr stabil stehende Schweinfurter im Powerplay in Führung gegangen (14.).

Nach der Pause konnte der ERV die Partie dann sogar komplett drehen, als Ledin nach sehenswerter Kombination über Christopher Schadewaldt und Jan Kouba zum zwischenzeitlichen 2:1 traf. Dass diese Führung trotz eigener Überzahl nur etwas mehr als 90 Sekunden hielt, mutet zunächst wie eine Unkonzentriertheit an, kam aber durchaus unglücklich zustande. Denn statt bei einem Alleingang von Straka auf Foul zu entscheiden und eine weitere Strafzeit gegen die Gastgeber zu verhängen, entschied das Schiedsrichtergespann auf Weiterspielen und ermöglichte den Passauern so den schnellen Gegenzug zum Ausgleich (27.). In dieser Szene war auch der ansonsten glänzend aufgelegte Kevin Kessler im Schweinfurter Kasten machtlos, der aufgrund einiger herausragender Saves zum Spieler der Partie gewählt wurde.

Im Schlussdrittel hatten dann die Gastgeber zwar mehr Spielanteile, schafften es aber auch in 5-3-Überzahl nicht, sich maßgeblich in Szene zu setzen. So fiel aus Schweinfurter Sicht zum zweiten Mal in dieser Verzahnungsrunde die Entscheidung in der Overtime. Und wie schon im Duell mit Bayernligist Pegnitz zogen die Schweinfurter auch diesmal den Kürzeren und mussten dadurch die Tabellenführung an Pfaffenhofen abgeben, die am kommenden Freitag zum nächsten Spitzenspiel im Icedome zu Gast sein werden.

EHV Passau – ERV Schweinfurt 3:2 n.V. (1:1, 1:1, 0:0, 1:0)
Schweinfurt: Kessler – Schäfer, Schadewaldt, Faust, A. Kleider, Köder, L. Kleider – Straka, Rypar, Kouba, Trolda, Manger, Zajic,, Ledin, Tratz, Rabs, Oertel.
Tore: 1:0 (14.) Merka (Nemecek, Kößl 5-4), 1:1 (15.) Trolda (Ledin, Zajic), 1:2 (26.) Ledin (Kouba, Schadewaldt), 2:2 (27.) Nemecek (Zahora, Merka 4-5), 3:2 (62.) Schindelbeck (Zahora, Nemecek). Strafminuten: 4/12 + 10 Manger. Schiedsrichter: Paschenrieder. Zuschauer: 782.

Quelle: Mainpost

2019-01-28T20:01:38+00:00Montag, 28 Januar, 2019|