Niederlage gegen Pegnitz in der Overtime

ERV bekommt weibliche Unterstützung an der Bande

Die Schweinfurter Mighty Dogs müssen in dieser Saison weiter auf das erste Sechs-Punkte-Wochenende warten. Nach dem Auftaktsieg in Ulm musste sich der ERV nach einem ansprechenden und temporeichen Spiel dem EV Pegnitz mit 2:3 in der Overtime geschlagen geben.

Dabei ließ sich das Duell mit dem Bayernligisten recht gut an. Nach einem sehenswerten Spielzug brachte Patrik Rypar die Hausherren schon in der sechsten Spielminute in Front. „Endlich sind wir mal wieder in Führung gegangen, statt wie zuletzt immer einem Rückstand hinterher zu laufen“, war auch Verteidiger Christopher Schadewaldt, der aufgrund einer Verletzung den Trainerplatz an der Band übernahm, zufrieden.

Im weiteren Verlauf der Partie mussten sich die Schweinfurter aber immer wieder guten Offensivaktionen der Gäste erwähren. „Pegnitz hat sich mit vier Leuten gut verstärkt. Deshalb war es ein ganz enges Spiel, so Schadewaldt, der hofft, am kommenden Freitag in Burgau wieder auf statt neben dem Eis zu stehen. „Sonst kriege ich noch mehr graue Haare. Es ist brutal, nicht eingreifen zu können.“

An der Bande werden seine Dienste dann nicht mehr benötigt. „Wir haben heute eine Lösung gefunden“, erklärte ERV-Vorstand Stefan Greier nach der Partie. „Chiara Marx aus Haßfurt wird ab Freitag bis Saisonende auf der Bank stehen.“ Die 25-jährige werde allerdings nicht in den Trainingsbetrieb oder die Aufstellung eingreifen, sondern lediglich an den Spieltagen an der Bande stehen. Operativ wird weiterhin Josef Straka als Spielertrainer das Zepter schwingen und dabei von Schadewaldt und auch Steffen Reiser unterstützt werden.

Straka hatte gegen Pegnitz die Reihen leicht verändert. Für Aleksander Andrusovich lief Maximilian Rabs in der zweiten Strumreihe auf. Der Routnier rückte dafür in die dritte Reihe in der sich Stefan Trolda und Marcel Grüner die Einsatzzeiten teilten. Eine Maßnahme, die phasenweise gut funktionierte, auch wenn die Gäste das Spiel zunächst drehten. Eine schnelle Stafette brachte den Ausgleich (15.) noch vor dem ersten Pausentee.

Kurz nach der Pause ließ die Schweinfurter Abwehr Pegnitz‘ Michael Kuhn zentral vor dem Tor sträflich frei und geriet zu Recht in Rückstand (24.). Ein gelungenes Powerplay, dass Verteidiger Pascal Schäfer mit einem satten Schuss von der blauen Linie abschloss brachte aber schnell den Ausgleich (31.). „Das Spiel haben wir dann nicht in der Overtime, sondern im letzten Drittel verloren“, urteilte Schadewaldt, der einige vergebene Großchancen beklagte.

Allerdings hatten auch die Gäste in einem hin und her wogenden Spiel immer wieder ihre Gelegenheiten, sodass das Remis nach 60 Minuten durchaus gerecht war. „In der Schlussphase waren wir dann die etwas glücklichere Mannschaft“, befand Pegnitz Trainer Josef Hefner. Allerdings machte es Andi Kleider dem Torschützen 39 Sekunden vor dem Penalty-Schießen auch zu einfach und lief mehr parallel als zu attackieren.

ERV Schweinfurt EV Pegnitz 2:3 n.V. (1:1, 1:1, 0:0, 0:1)

Schweinfurt: Kessler – Schäfer, Faust, Köder, Kleider, A. Kleider, L. Kleider – Straka, Rypar, Kouba, Tratz, Rabs, Zajic, Andrusovich, Manger, Grüner, Trolda,.
Tore: 1:0 (6.) Rypar (Straka, Schäfer), 1:1 (15.) Navarra (Mlynek), 1:2 (24.) Kuhn (Mlynek, Navarra), 2:2 (31.) Schäfer (Kouba, Rypar 5-4), 2:3 (65.) Seidinger (Wolsch, Hagen). Strafminuten: 4/10.Schiedsrichter: Gut (Feist/Bösl) Zuschauer: 651.

Quelle: Mainpost

2019-01-14T08:21:40+00:00Montag, 14 Januar, 2019|