Schläfriges Schlussdrittel

Mighty Dogs kassieren Derby-Niederlage

Der ERV Schweinfurt musste an diesem Wochenende nach einem guten Saisonstart erstmals einen deutlichen Dämpfer hinnehmen. Nach dem verlorenen Heimspiel gegen Dorfen am Freitag setzte es am Sonntag im Derby in Bad Kissingen erneut eine zumindest vom Ergebnis her deutliche Pleite.

Hatte ERV-Coach Zdenek Vanc noch am Freitag betont, dass „die Mannschaft kein Kopfproblem habe“, revidierte er seine Einschätzung nach dem 2:6 in Bad Kissingen zumindest teilweise: „Wir haben in der zweiten Pause noch klar betont, dass wir weiter hellwach sein müssen. Dann gehen wir raus und kriegen in 70 Sekunden zwei Gegentore. Die Mannschaft konnte mir auch nicht erklären, was da los war!“

Denn über zwei Drittel hatten die Schweinfurter dem Mitaufsteiger und Tabellenführer absolut Paroli geboten. Den ersten Führungstreffer der Gastgeber durch Ondrej Stava (19.) konnten die Schweinfurter in Person von Josef Straka (20.) ebenso schnell kontern, wie den zweiten durch Anton Seewald (21.). Diesmal war es Pascal Schäfer, der aufgrund des Fehlens von Aleksander Andrusovich erneut in der zweiten Sturmreihe auflief, der nur rund drei Minuten später auf 2:2 stellte.

Auch ansonsten hatte Vanc die Reihen im Vergleich zum Freitag zunächst nicht verändert, da auch Daniel Tratz nach seiner Matchstrafe in Erding weiter gesperrt fehlte. Sein Strafmaß wurde inzwischen auf drei Spiele festgesetzt, sodass er am kommenden Wochenende wieder einsatzbereit ist. Lediglich auf der Torhüterposition ab Vanc wieder Ferdinand Dürr den Vorzug. Im Laufe der Partie musste der Tscheche jedoch die Reihen aufgrund von Strafzeiten immer wieder verändern, was ihm ebensowenig schmeckte, wie der Auftritt seines Teams im Schlussdrittel.

„Die zwei schnellen Gegentore (42./43.) waren, wie schon am Freitag das schnelle 1:3, der Knackpunkt. Wir müssen unser Denken verändern. In dieser Liga kann wirklich jeder jeden schlagen. Wir werden nur erfolgreich sein, wenn wir die Konzentration über 60 Minuten hoch halten und immer scharf bleiben. Wir müssen von der ersten bis zur letzten Minute immer das gleiche Eishockey spielen“, mahnt Vanc das an, was die Mighty Dogs in den ersten acht Spielen der Saison stark gemacht hat.

 

Zwar sei das Ergebnis mit 2:6 deutlich zu hoch ausgefallen, aufgrund des letzten Spielabschnitts sei der Kissinger Erfolg aber durchaus verdient gewesen. Jetzt gelte es, bis zum kommenden Wochenende die Sinne zu schärfen. „Wenn wir glauben, da kommt Pegnitz, die haben erst drei Punkte, die schlagen wir locker, dann wird das schiefgehen. Die haben am Freitag Miesbach geschlagen. Wir brauchen auch da die volle Konzentration und den vollen Einsatz“, schlägt Vanc klare Töne an, die er den Spielern in der kommenden Trainingswoche ebenso deutlich mitgeben wird, um schleunigst in die Erfolgsspur zurück zu kehren.

Schweinfurt: Dürr – Köder, Schadewaldt, Knaup, Faust, A. Kleider, L. Kleider – Straka, Rypar, Zajic, Trolda, Kouba, Schäfer, Grüner, Oertel, Ledin.

EC Bad Kissingen – ERV Schweinfurt 6:2 (1:1, 1:1, 4:0)

Tore: 1:0 (19.) Stava (Marquardt, Nold), 1:1 (20.) Straka (Rypar, Zajic), 2:1 (21.) Seewald (Zimmer, Nemirovsky), 2:2 (24.) Schäfer (Trolda, Knaup, 3:2 (42.) Seewald (Nemirowsky, Freibergs), 4:2 (43.) Zimmer (Seewald, Schneider), 5:2 (48.) Zimmer (Nemirowsky, Stava), 6:2 (51.) Nold (Dreschmann, Schneider).
Strafminuten: 12 + 10 Hemmerich/16. Zuschauer: 800.

Quelle: Mainpost

2018-11-05T19:21:38+00:00Montag, 5 November, 2018|