Schweinfurter Nervenstärke

Nervenstärke bewiesen die Schweinfurter am „wichtigsten Doppelspieltag der Saison“, wie Christopher Schadewaldt das Wochenende mit den Partien gegen Ulm und in Pegnitz, als gegen zwei unmittelbar hinter dem ERV platzierte Mannschaften, bezeichnete. Denn nach dem knappen Erfolg am Freitag gegen die Schwaben machten es die Mighty Dogs am Sonntag nicht weniger spannend, behielten am Ende aber nicht unverdient die Oberhand.

Gelungene Revanche

Gelungen war der Einstand von Leos Zajic an der Bande der Schweinfurter mit dem knappen Sieg gegen den Verfolger aus Ulm. Nun sollte in Pegnitz – das Hinspiel in der Verzahnungsrunde hatten die Mighty Dogs mit 2:3 nach Verlängerung verloren – der zweite Streich folgen. „Wir wussten, wie wichtig dieses Wochenende für uns ist. Daher war uns am Freitag die Nervosität schon anzumerken“, gestand Christopher Schadewaldt, der sich nach Zajics Verpflichtung, ebenso wie Josef Straka, wieder mehr dem Sportlichen auf dem Eis widmen kann.

Mit dem Selbstvertrauen aus dem Freitagsspiel begannen die Gäste in Oberfranken engagiert, trafen aber auf ebenso zielstrebige Hausherren, die in Überzahl sogar mehrmals die Führung vergaben. Auch die äußeren Umstände machten den Schweinfurtern zunächst zu schaffen. Denn der Regen prasselte ununterbrochen auf das Eis des offenen Pegnitzer Stadions. Dennoch machten es die Mighty Dogs besser, als Schadewaldt die Seinen mit einem strammen Schuss in Front schoss. Kurz darauf legte Patrik Rypar in Überzahl nach und sorgte für etwas Entspannung auf der ERV-Bank. Zurücklehnen durften sich die Unterfranken aber noch lange nicht. „2:0 ist ein gefährliches Ergebnis“, warnte auch Schadewaldt – und das nicht zu Unrecht.

Marc Zajic kontert den Ausgleich

Zwar schienen die Mighty Dogs die Partie weitestgehend im Griff zu haben, auch weil die Defensive kaum noch gegnerische Möglichkeiten zuließ und stets über Konter gefährlich blieb. Doch die Gastgeber nutzten nach einer halben Stunde ihre zweite Überzahl. Sebastian Wolsch hatte Kevin Keßler mit einem Schuss von der blauen Linie überwunden. Dieser Treffer gab den Hausherren merklich Aufwind. In einem nun offenen Schlagabtausch kamen die Pegnitzer durch Michael Kuhn zum nicht unverdienten Ausgleich. „Man merkte schon, dass wir etwas nervös wurden“, stellte Schadewaldt fest, konnte sich aber auf die Moral der Seinen verlassen. Nach einem Puckverlust schaltete Jan Kouba am schnellsten und bediente Marc Zajic, der die Gäste wieder in Front brachte.

Beim 3:2 sollte es letztlich bleiben, auch weil sich die Hausherren immer wieder selbst durch Zeitstrafen schwächten und so kaum mehr gefährlich zum Abschluss kamen. Allerdings hätten sich die Schweinfurter das Leben deutlich leichter machen können, immerhin spielten sie knapp zehn Minuten mehr in Überzahl als die Gastgeber. „Das ist das alte Lied. Pegnitz hat mich und Josef sehr gut zugestellt und wir haben selten gute Lösungen gefunden“, monierte auch Schadewaldt.

Fünf Partien, sechs Punkte Vorsprung

Letztlich habe dieses Manko aber glücklicherweise keine entscheidende Rolle gespielt. Wichtig sei nur der Sieg gewesen, mit dem die Mighty Dogs auch den zweiten Verfolger aus Pegnitz auf Distanz halten. Denn bei sechs Punkten Vorsprung und noch fünf ausstehenden Partien liegen die Schweinfurter jetzt klar auf Klassenerhaltskurs.

EV Pegnitz – ERV Schweinfurt 2:3 (0:2, 1:0, 1:1)

Schweinfurt: Keßler – L. Kleider, Schäfer, Schadewaldt, Faust, Knaup, Köder, A. Kleider – Straka, Rypar, Ledin, Kouba, Grüner, Zajic, Tratz, Rabs, Manger, Oertel, Trolda. Tore: 0:1 (14.) Schadewaldt, 0:2 (16.) Rypar (Kouba, Straka, 5-4), 1:2 (30.) Wolsch (Kercs Jr., Navarra, 5-4), 2:2 (46.) Kuhn (Navarra), 2:3 (52.) Zajic (Kouba). Strafminuten: 14/4. Schiedsrichter: Gut (Feist, Kaderabek). Zuschauer: 211.

Quelle: Mainpost

2019-02-11T19:30:39+00:00Montag, 11 Februar, 2019|