Wie die Mighty Dogs weiter Richtung Klassenerhalt eilen

„Auf alle Fälle“, antwortete ERV-Coach Leos Zajic auf die Frage, ob der 6:2-Erfolg gegen Moosburg trotz des letztlich deutlichen Ergebnisses nicht ein Sieg mit vielen Stolpersteinen war. „Die Moosburger haben sich über weite Strecken viel cleverer angestellt als wir. Sie haben einfaches Eishockey gespielt und auf die Breaks gelauert. Das hat uns lange Probleme bereitet.“ So geschah es, dass der ERV den frühen Rückstand (4.) zwar in 5-3-Überzahl durch einen Treffer von Verteidiger Christopher Schadewaldt schnell egalisierte. Sicherheit gab das Tor den Hausherren, die erstmals nach langer Zeit auf Aleksander Andrusovich zurückgreifen konnten, aber nicht. Und so kamen die Gäste kurz vor der ersten Pause nicht unverdient zur erneuten Führung (19.).

Zweimaliger Rückstand

„Wir haben zwei Drittel gebraucht, bis wir die Verteidigung von Moosburg gebrochen hatten. Im zweiten Drittel waren wir zwar viel vor dem Tor, haben aber fast nichts getroffen. Das war dann phasenweise auch ein wenig frustrierend“, was vor allem, aber nicht nur, an Viktor Ledin abzulesen war, der zahlreiche gute Gelegenheiten liegen ließ. Gut für die Schweinfurter, dass zumindest auf alle anderen Spieler der ersten Reihe Verlass war, die jeweils mindestens einen Treffer zum 6:2 beisteuerten. Den 2:2-Ausgleich (32.) besorgte Spielertrainer Josef Straka im Powerplay höchstpersönlich. Für die erstmalige Führung des ERV zeichnete Sekunden vor der zweiten Pause Patrik Rypar verantwortlich (40.), der auch kurz nach der Pause (42.) für das 4:2 und damit den Dammbruch sorgte.

Neben einem weiteren Straka-Tor, schloss der Treffer des zweiten Verteidigers, Pascal Schäfer (59.), den Torreigen für den ERV, bei dem Jonas Manger diesmal aufgrund des Überangebots im Sturm über 60 Minuten auf der Bank blieb. Und das obwohl Marcel Grüner verletzungsbedingt passen musste. Dessen Platz in der zweiten Angriffsreihe hatte nach dem ersten Drittel Stephan Trolda übernommen und dort auch ein ordentliches Spiel gemacht. Gleiches gilt für Andrusovich, der nach langer Verletzung neben Daniel Tratz und Maximilian Rabs gute Arbeit ablieferte. Auch wenn den Reihen zwei und drei Tore diesmal verwehrt blieben.

Zajics Mission bald beendet

„Alex hat gezeigt, dass er eine große Verstärkung für das Team sein kann – wenn er fit ist“, stellte auch Leos Zajic fest, der ihn erstmals als Coach unter die Lupe nehmen konnte. Ob er noch häufiger Gelegenheit dazu haben wird ist unklar. „Ich habe mit Steffen Reiser besprochen, dass ich, wenn die Aufgabe erledigt ist, nur noch einmal komme, um mich von Fans und Mannschaft zu verabschieden.“ Das könnte im Idealfall bereits im Heimspiel am kommenden Freitag gegen Burgau der Fall sein. Wenn nicht, sollte spätestens in diesem Spiel die endgültige Entscheidung zu Gunsten des ERV und seiner Bayernliga-Zugehörigkeit in der nächsten Saison fallen.

Schweinfurt: Kessler – Schäfer, Schadewaldt, Faust, Knaup, Köder, A. Kleider, L. Kleider – Straka, Rypar, Ledin, Andrusovic, Kouba, Zajic, Tratz, Rabs, Trolda.

ERV Schweinfurt – EV Moosburg 6:2 (1:2, 2:0, 3:0)

Tore: 0:1 (4.) Möhle (Regan, Gröger), 1:1 (7.) Schadewaldt (Rypar, Straka 5-3), 1:2 (19.) Möhle (Regan 5-4), 2:2 (32.) Straka (Kouba 5-4), 3:2 (40.) Rypar (Straka, Schadewaldt), 4:2 (42.) Rypar, 5:2 (51.) Straka (Ledin, Schadewaldt), 6:2 (59.) Schäfer (Straka, Kouba 5-4). Strafminuten: 6/8. Schiedsrichter: Gut (Kaderabek, Feist). Zuschauer: 536.

Quelle: Mainpost

2019-02-18T18:13:57+00:00Montag, 18 Februar, 2019|