Fels in der Brandung

So oder so ähnlich kann man den 29-jähringen mit einer stattlichen Größe von 1,96 m und ca 100kg beschreiben. Mit reichlich Oberligaerfahrung – unter anderem bei den Rostock Piranhas, den Bulls aus Sonthofen oder auch Leipzig – kam der gebürtige Geraer aus Höchstadt zum ERV Schweinfurt und überzeugte nicht nur die Verantwortliche, sondern auch die Fans. Durch seine Zweikampfstärke und Übersicht in der Verteidigung war er schnell bei den Fans beliebt. Gerald Zettner zur wichtigen Vertragsverlängerung mit Pascal Kröber: „Pascal ist durch seine physische Präsenz und Erfahrung, einer unserer Leistungsträger in der Abwehr. Das Team steht bei ihm immer an erster Stelle, was ihn charakterlich auszeichnet und für uns so wertvoll macht. Da er auch beruflich und mit seiner Freundin in unserer Region ansässig ist, hoffen wir natürlich, dass wir mit ihm in unserer strategischen Ausrichtung – Kontinuität in den Kader zu bringen – auch nach dieser Saison planen können.“
Wie bekannt sein dürfte, reichte es gerade mal für 7 Pflichtspiele in weiss-blau, ehe die Saison ein jähes Ende nahm. Für Pascal hingegen ging es dann zusammen mit Ewald und Schwab nach Hamm, wo er weitere 22 Spiele bestritten hat. Dabei konnte er ein Tor selbst erzielen und 8 weitere auflegen.

MD: Hallo Pascal! Viele haben darauf gehofft, dass Du ein weiteres Jahr im Icedome zu sehen bist. Sicherlich hattest Du auch Angebote aus der Oberliga und letztendlich hast Du dich für den ERV entschieden. Was waren deine Beweggründe?

Pascal: Ich habe hier einen super Job mit einem großartigen Chef, der mir alles ermöglicht das ich Eishockey spielen kann und das gibt’s nicht überall so. Außerdem kenne ich meine Rolle in der Mannschaft und ich weiß, was von mir erwartet wird.

MD: Mit Leo Ewald und Tobias Schwab bist Du nach Hamm in die Oberliga Nord, um weiter Eishockey spielen zu können. Für Leo gab es viele Up and Down´s – wie hast Du die Zeit bei den Eisbären gesehen?
Pascal: Für mich persönlich war die Zeit da super. Ich wusste ja aus meiner Zeit in der Oberliga was auf mich zu kommt. Daher war es nichts neues für mich. Wir als Team hatten gute und schlechte Phasen. Ich muss aber sagen, dass die guten Phasen überwiegen und wir uns stetig gesteigert haben.

MD: Bei der Bekanntgabe im Juni 2020, dass Du nach Schweinfurt wechselst, hast Du folgende Aussage getätigt: Ich freue mich vor einer lautstarken Kulisse im Icedome zu spielen und mit euch viele Erfolge zu feiern. Bleibt alle gesund, wir sehen uns im Icedome.“
Wirklich in den Genuss konntest Du nicht kommen – wie waren die Spiele ohne Zuschauer für dich im Icedome bzw generell in den Stadien?

Pascal: Am Anfang war es sehr ungewohnt, weil es einfach so leise war. Der Gesang war weg und man hört nur die Spielerbänke. Irgendwann hat man sich daran gewöhnt und es war „normal“. Aber es tut schon weh, wenn man in Stadien kommt wo man weiß: hier ist die Stimmung sehr gut! Und man dann vor leeren Rängen spielen muss….
Ich hoffe sehr, dass wir ab Oktober wieder spielen dürfen und dann etwas Normalität einkehrt. Natürlich hoffe ich auch, dass dann wieder Zuschauer zugelassen sind. Bleibt alle Gesund, wir sehen uns im Icedome!

MD: Danke für deine Zeit und wir freuen uns, dich auch 2021/2022 im Icedome spielen zu sehen!

VEREINT IN WEISS-BLAU.