Finale, oho! Die Mighty Dogs stehen im Finale um die bayerische Meisterschaft
Es war ein langer, harter und intensiver Weg für die Mighty Dogs, doch am Ende belohnte man sich für eine erfolgreiche Saison und kämpft ab Freitagabend um die bayerische Meisterschaft in der Eishockey-Bayernliga. Die Hauptrunde schloss man als Tabellenzweiter hinter dem EHC Königsbrunn ab, und nun treffen die beiden bestplatzierten Mannschaften in einer Best-of-7-Serie im Finale erneut aufeinander. Während die Mighty Dogs im Viertel- und Halbfinale das sogenannte Heimrecht genossen, geht dieses nun im Finale an den Hauptrundenmeister EHC Königsbrunn. Dies bedeutet, dass die Mighty Dogs, anders als zuletzt, zuerst auswärts antreten müssen und ein mögliches siebtes Spiel dann in Königsbrunn stattfinden wird.
Vor der Saison galt unter anderem der Serienfinalteilnehmer aus Königsbrunn als Favorit auf die Meisterschaft, und dieser Rolle wurde die von Headcoach trainierte Mannschaft um Robert Linke gerecht. Während der gesamten Hauptrunde boten sich beide Mannschaften ein Kopf-an-Kopf-Rennen, und am Ende holte der EHC vier Punkte mehr als die Mighty Dogs. Auch die beiden Duelle im bisherigen Saisonverlauf waren mehr als spannend und hart umkämpft. So war es der EHC Königsbrunn, der den Mighty Dogs die erste Auswärtsniederlage beibrachte. Mit 5:4 musste man sich damals im November geschlagen geben, obwohl man viermal in Führung ging. Auch im Rückspiel Mitte Januar behielt der EHC die Oberhand und gewann vor der bisher größten Kulisse (knapp 1900 Zuschauer) der Saison mit 2:3.
In den Playoffs hatten es die Pinguine im Viertelfinale mit dem Rückrundenmeister Miners Peißenberg zu tun. In Spiel eins setzte man sich erst nach Verlängerung durch, und in Spiel zwei gab es sogar eine recht deutliche Niederlage. Angestachelt davon gewannen die Brunnstädter die beiden nachfolgenden Spiele und setzten sich mit 4:1 im Viertelfinale durch. Im Halbfinale trafen Bullnheimer und Co. auf die Überraschungsmannschaft des EV Dingolfing. Diese hatten im Viertelfinale den ESC Kempten mit 4:1 aus den Playoffs geschossen. Gleich im ersten Spiel setzten die Isar Rats ein Ausrufezeichen und gewannen in Königsbrunn nach Verlängerung. In Spiel zwei machten es die Pinguine den Isar Rats gleich und gewannen ihr Auswärtsspiel ebenfalls mit 4:3 – allerdings nach Penaltyschießen.
Das dritte Spiel versetzte die Bayernliga erst in Erstaunen, dann in pures Entsetzen. Zunächst führten die Isar Rats deutlich und auch durchaus überraschend mit 3:0, doch dann schlugen Sternheimer und Co. innerhalb von vier Minuten zu und es stand 3:3. Kurz nach dem Ausgleich überschattete jedoch die erste von zwei schweren Verletzungen das Spiel: Peter Brückner stürzte unglücklich in die Bande und verletzte sich schwer. In der Verlängerung kam es dann zu einer weiteren Verletzungsunterbrechung, die die Eishockeywelt im ersten Moment unter Schock setzte. Nach ersten Meldungen hieß es, dass Top-Stürmer Marco Sternheimer von einer Kufe am Hals getroffen wurde. Bei vielen Fans und Zuschauern kamen umgehend schlimmste Befürchtungen auf. Tatsächlich verletzte sich der Ex-Nationalspieler schwer am Hals, doch im Laufe des Abends folgte die erleichternde Nachricht: Marco Sternheimer ist zwar schwer verletzt, aber außer Lebensgefahr.
Trotz der beiden schweren Verletzungen musste das Spiel noch zu Ende gebracht und ein Sieger ermittelt werden. Im anschließenden Penaltyschießen verwandelte nur Neuzugang Johan Lorraine seinen Versuch, und der Sieg ging an den EHC Königsbrunn. In den beiden darauffolgenden Duellen setzte sich ebenfalls der EHC durch und zog mit einem 4:1 ins Finale ein. Zudem konnte das Team das vergangene Wochenende zur Regeneration nutzen und die Spiele sechs und sieben der Mighty Dogs bei SpradeTV verfolgen.
An dieser Stelle wünschen die Mighty Dogs Peter Brückner sowie Marco Sternheimer weiterhin beste Genesung. Marco Sternheimer ist bereits wieder im Mannschaftstraining aktiv – ob und wann der ehemalige Augsburg-Panther-Spieler in der Finalserie eingreifen wird, entscheidet sich kurzfristig, wie der Verein am Mittwochabend mitteilte.
Zuletzt stand der ERV Schweinfurt in der Saison 2011/2012 im Finale der Eishockey-Bayernliga und holte sich damals den Pokal gegen die Blue Devils Weiden. Nun steht man nach knapp 14 Jahren wieder im Finale und möchte selbstverständlich den Pokal zurück an den Main holen. Der Weg dorthin war für Sergej Waßmiller und Co. alles andere als leicht. In der Hauptrunde schloss man auf Platz zwei ab und stellte zudem die beste Offensive der Liga: 162 Treffer gelangen Tomas Cermak und seinen Mannschaftskameraden. In der Defensive zeigte man sich jedoch immer wieder anfällig und kassierte insgesamt 105 Gegentreffer.
In den Playoffs trafen die Mighty Dogs zunächst auf den TEV Miesbach. Diese Serie zog nicht nur die Fanlager der beteiligten Mannschaften in ihren Bann, auch neutrale Zuschauer verfolgten das Duell gespannt. Die Mighty Dogs sorgten vor allem mit späten Treffern für Ekstase bei ihren Anhängern – unter anderem in Spiel eins: Gerade einmal 14 Sekunden waren noch zu spielen, als Dzerods Alksnis den umjubelten Ausgleich erzielte. In der Verlängerung sicherte Alex Diel den ersten Sieg der Serie. Im zweiten Aufeinandertreffen glich der TEV in der Overtime die Serie aus, musste jedoch in Spiel drei erneut kurz vor Schluss einen herben Rückschlag hinnehmen, als Alex Asmus wenige Minuten vor Ende den Siegtreffer erzielte. Mit einem 7:3-Auswärtssieg an der Schlierach holte man sich den Matchpuck, musste jedoch am Faschingsdienstag eine 5:7-Heimniederlage einstecken. In Spiel sechs setzte man sich schließlich durch und zog ins Halbfinale ein.
Dort wartete der HC Landsberg, und diese Serie setzte der Dramaturgie noch einen drauf. Wieder schlug man im ersten Spiel spät zum Ausgleich zu – diesmal standen jedoch nicht 14 oder 10 Sekunden auf der Uhr, sondern nur 1,7 Sekunden! Mit dem Rückenwind der Fans holte man sich den ersten Sieg, und auch Spiel zwei ging an den ERV, obwohl die RiverKings es den Mighty Dogs beinahe gleichtaten: Rund 30 Sekunden vor dem regulären Ende erzielten sie den Ausgleich, mussten sich jedoch durch einen entscheidenden Penalty von Petr Pohl geschlagen geben. Aufgeben kam für die Mannschaft von Cheftrainer Martin Hoffmann jedoch nicht infrage, und das zweite Wochenende ging komplett an die RiverKings – die Serie stand nun 2:2. In Spiel fünf holte man sich den Matchpuck mit einem 9:3-Heimsieg, doch diesen wehrte der HCL mit einem starken Auftritt vor über 2100 Zuschauern im Hungerbach-Dome ab und gewann deutlich mit 6:2.
Es kam also zum Showdown im Icedome vor über 1700 Zuschauern sowie über 1000 weiteren Fans bei SpradeTV. Nachdem die Mighty Dogs noch das erste Drittel für sich entschieden hatten, ging das zweite an den HC Landsberg, und mit einem 1:2-Rückstand ging es ins Schlussdrittel. Zunächst drehte man das Spiel, und dann gelang etwas, was zuvor noch nie in dieser Saison passiert war: ein Shorthander durch Josef Dana – und nur zwei Minuten später traf auch Arturs Homjakovs in Unterzahl. Mit einem fulminanten Schlussdrittel sicherte man sich schließlich den Finaleinzug.
Die Finalserie zwischen den beiden Topmannschaften verspricht abermals spannende Begegnungen mit offenem Ende. Als Favorit möchte sich keine der beiden Mannschaften klar positionieren, auch wenn der EHC Königsbrunn nun zum vierten Mal in Folge im Finale steht und daher von vielen als Favorit angesehen wird.
Das Trainerteam der Mighty Dogs, Sergej Waßmiller und Semjon Bär, erwartet ebenfalls hochspannende Partien:
„Wir sind unglaublich stolz auf unsere Mannschaft und auf das, was sie erreicht hat. Zudem haben auch unsere Fans einen großen Anteil daran, dass wir im Finale stehen, da der Support in dieser Saison bisher phänomenal war. Jetzt treffen zwei Teams aufeinander, die über hohe Qualität in ihren Reihen verfügen. Die beiden Neuzugänge des EHC, Johan Lorraine und Hugo Turcotte, haben in den Playoffs überzeugt. Mit dieser Finalpaarung erwarten wir Spiele auf sehr hohem Niveau, und beide Mannschaften werden sich nichts schenken. Wir müssen fokussiert in diese Spiele gehen und werden dies auch top vorbereitet tun. Wir wissen um unsere Stärken und auch um den lautstarken Rückhalt auf den Rängen, der uns entscheidend pushen wird!“
Die Schweinfurter Plärrdeifl bieten auch zu den Finalspielen wieder einen Fanbus an und wünschen sich rege Teilnahme. Anmeldungen werden über die Social Media-Kanäle des Fanclubs oder per Telefon/WhatsApp unter 01729744908 entgegen genommen. Die Mighty Dogs freuen sich auch Auswärts über lautstarke und zahlreiche Unterstützung!
Aktuelle Informationen rund um die Finalserie gegen den EHC Königsbrunn
- Beide Vereine bitten ihre Fans sich vorab im jeweiligen Ticketonlineshop mit Eintrittskarten zu versorgen. Dies dient zum einen der besseren Planung für das Catering und zum anderen sollen die Schlangen im Eingangsbereich möglichst kurz gehalten werden.
- die Mighty Dogs weisen nochmal darauf hin, dass jeder Fan im Vorverkauf (Ticketshop der Mighty Dogs) im Vergleich zur Abendkasse 1€ spart
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Modus: Best-of-7
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Vier Siege werden benötigt, um sich den Meistertitel zu sichern
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Der EHC Königsbrunn hat Heimrecht, da er die bessere Platzierung in der Hauptrunde erreicht hat
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Kein Handshake nach den Begegnungen – außer die Serie ist entschieden
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Die Mannschaft geht direkt nach dem Spiel in die Kabine – außer die Serie ist entschieden
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Keine Pressekonferenz nach dem jeweiligen Spiel – außer die Serie ist entschieden
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Alle Spiele werden live auf SpradeTV übertragen
Saisonkarten & Vorverkauf im Onlineshop
Auch in diesem Jahr behält die erworbene Saisonkarte 2025/2026 ihre Gültigkeit für alle Heimspiele der Mighty Dogs – inklusive der Finalserie der Playoffs 2026.
Der Vorverkauf für die Online-Tickets läuft bereits. Fans werden gebeten, sich möglichst vorab mit Tickets zu versorgen, um die Schlangenbildung im Eingangsbereich so gering wie möglich zu halten. Bitte haltet eure Tickets bereit und bringt bei ermäßigten Karten die entsprechenden Nachweise mit. Zudem wird darum gebeten, sich frühzeitig am Icedome einzufinden. Der Einlass erfolgt wie gewohnt eine Stunde vor dem offiziellen Spielbeginn.
Spieltermine
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Spiel 1: EHC Königsbrunn vs. Mighty Dogs – 20. März, 20:00 Uhr
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Spiel 2: Mighty Dogs vs. EHC Königsbrunn – 22. März, 18:00 Uhr
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Spiel 3: EHC Königsbrunn vs. Mighty Dogs – 24. März, 20:00 Uhr
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Spiel 4: Mighty Dogs vs. EHC Königsbrunn – 27. März, 20:00 Uhr
Falls nötig:
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Spiel 5: EHC Königsbrunn vs. Mighty Dogs – 29. März, 18:00 Uhr
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Spiel 6: Mighty Dogs vs. EHC Königsbrunn – 02. April, 20:00 Uhr
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Spiel 7: EHC Königsbrunn vs. Mighty Dogs – 04. April, 18:00 Uhr
VEREINT IN WEISS-BLAU.





