Icedome bebt: Mighty Dogs erreichen das Finale!
Alles war angerichtet für einen heißen Eishockeyabend: ein bestens gefüllter Icedome mit vollen Rängen und zahlreichen mitgereisten Anhängern der Riverkings, ein Spiel, in dem es um alles ging – Playofffinale oder Sommerpause – und zwei Mannschaften, die bereit waren, alles zu geben. Auch der Spielverlauf bot massenhaft Spannung. Am Ende konnten sich die Mighty Dogs dank disziplinierter Abwehrarbeit und Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor in den entscheidenden Momenten durchsetzen und damit in das Finale um die bayerische Meisterschaft einziehen.
Bereits im ersten Drittel zeigte sich, mit welchem Kampfgeist dieses entscheidende Spiel geführt werden würde. Nachdem Tomas Cermak den ersten Torschuss abgegeben hatte, gingen die Mighty Dogs wenig später erstmals ins Powerplay. Die Riverkings waren jedoch hellwach, fingen einen Abschluss ab und setzten zum Konter an, der dank starken Backcheckings von Dzerods Alksnis gerade noch verhindert werden konnte. Gleichzeitig gelang es den Gästen immer wieder, Schüsse der Mighty Dogs zu blocken oder Pässe abzufangen, sodass Schweinfurt zunächst nicht zum Erfolg kam.
Nach einem Kniecheck musste Landsbergs Valenti erneut auf die Strafbank – und diesmal schlug das Schweinfurter Powerplay zu. Nach nur 16 Sekunden spielte Alksnis an der blauen Linie einen präzisen Querpass auf Cermak, der mit einem wuchtigen Schlagschuss nahezu unhaltbar in den Winkel zum 1:0 traf. Nach weiteren Strafzeiten auf beiden Seiten ging es zwischenzeitlich im Vier-gegen-Vier weiter. Petr Pohl nutzte den zusätzlichen Raum auf dem Eis und setzte sich in Richtung Offensive ab, doch sein Schuss blieb an einem gegnerischen Schlittschuh hängen. Cermak setzte nach, doch Majher im Landsberger Tor war zur Stelle.
Nach einer weiteren Strafe gegen Josef Dana musste Schweinfurt sogar kurzzeitig in doppelter Unterzahl agieren, überstand diese Phase jedoch mit großem Einsatz. Als Roßberg im Tor der Mighty Dogs über den Haufen gefahren wurde, gerieten Lukas Krumpe und Thomas Callaghan aneinander und mussten ebenfalls auf die Strafbank. Wenig später traf es auch Heß und Kleider nach einem weiteren Gerangel. Trotz einer Druckphase der Mighty Dogs kurz vor Drittelende ging es mit einer verdienten 1:0-Führung in die erste Pause.
Im zweiten Abschnitt erspielten sich die Mighty Dogs erneut eine Großchance, als Arturs Homjakovs einen Pass abfing und Petr Pohl vor dem Tor zum Abschluss kam. Nach einem Bandencheck von Benz gegen Kristers Donins musste dieser kurzzeitig von den Sanitätern behandelt werden, konnte später jedoch wieder weiterspielen. Da Schweinfurt zu diesem Zeitpunkt bereits im Powerplay war, ergab sich eine knapp einminütige doppelte Überzahl. Trotz mehrerer guter Möglichkeiten hielt Majher seine Mannschaft mit starken Paraden im Spiel.
Das Überstehen dieser Druckphase schien den Riverkings zusätzlichen Auftrieb zu geben. Zur Mitte des Spiels nutzte Lukas Heß eine leichte Unordnung in der Schweinfurter Defensive und erzielte den Ausgleich zum 1:1. Kurz darauf kämpfte sich Georg Pinsack die Scheibe im Angriffsdrittel zurück und spielte sie in den Slot zu Pavel Bares, doch erneut blieb Majher der Sieger. Landsberg drückte nun stärker aufs Tempo, während Schweinfurt sich in dieser Phase vor allem auf die Defensive konzentrierte. Als zwei Landsberger Spieler alleine auf Roßberg zuliefen, zeigte dieser mit einer starken Parade, warum er aktuell in bestechender Form ist. Doch in der letzten Minute des Drittels schlugen die Gäste doch noch zu: Thomas Callaghan traf zur 1:2-Führung für Landsberg.
Im Schlussdrittel bewiesen die Mighty Dogs jedoch große Moral. Homjakovs bediente im Slot Nils Melchior, der blitzschnell zum 2:2-Ausgleich einschob. Nur wenig später stürmte Konstantin Melnikow mit Tempo ins Angriffsdrittel, setzte sich an der Bande durch und legte von hinter dem Tor zurück auf Alex Asmus, der per Direktabnahme zur 3:2-Führung traf.
Kurz darauf musste Collin Freibert auf die Strafbank – und genau in dieser Phase gelang den Mighty Dogs eine Premiere: Josef Dana erzielte nach einem Konter den ersten Unterzahltreffer der laufenden Bayernligasaison für Schweinfurt und erhöhte auf 4:2. Als wenig später auch Alksnis auf die Strafbank musste, nahm Landsbergs Trainer Hoffmann eine Auszeit, um seine Mannschaft auf die Schlussphase einzustellen. Doch die zwölf Sekunden in doppelter Überzahl blieben ungenutzt.
Stattdessen sorgte erneut ein Konter in Unterzahl für Ekstase im Icedome: Arturs Homjakovs traf zum 5:2 und brachte die Halle endgültig zum Beben. Die Riverkings setzten danach alles auf eine Karte und nahmen Majher zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers vom Eis. Doch auch das brachte keine Wende mehr. Nils Melchior erzielte aus spitzem Winkel seinen zweiten Treffer des Abends ins leere Tor und besiegelte damit endgültig den Finaleinzug der Mighty Dogs.
Kurz vor Spielende kam es noch zu einer Auseinandersetzung zwischen Thomas Callaghan und Pavel Bares, die beiden eine 5+Spieldauerstrafe einbrachte. Bares wird damit im ersten Finalspiel fehlen. Nach dem Schlusspfiff feierten die Mighty Dogs ausgelassen mit ihren Fans, während auch die Landsberger Anhänger ihre Mannschaft zu Recht für eine starke Halbfinalserie würdigten.
Nun beginnt die heißeste Phase der Saison: der Kampf um die bayerische Meisterschaft. Die Mighty Dogs stehen erstmals seit vielen Jahren wieder im Finale. Am kommenden Freitag startet die Finalserie gegen den EHC Königsbrunn mit einem Auswärtsspiel um 20 Uhr. Auch hier wird es wieder einen Fanbus geben, zu dem alle weiteren Informationen dem untenstehenden Bild zu entnehmen sind. Spiel zwei folgt am Sonntag, den 22. März, um 18 Uhr im Schweinfurter Icedome. Gemeinsam mit der lautstarken Unterstützung der Fans ist jetzt alles möglich – Eishockeyherz, was willst du mehr?
STATISTIK:
Tore:
| Stand | Zeit | Team | Torschütze | 1. Assist | 2. Assist |
| 1:0 | 08:38 | ERVS | Cermak T. (5-4) | Alksnis D. | Asmus A. |
| 1:1 | 28:58 | HCL | Heß L. | Reuter M. | Callaghan T. |
| 1:2 | 39:14 | HCL | Callaghan T. | Wagner F. | Bergsdorf F. |
| 2:2 | 42:40 | ERVS | Melchior N. | Homjakovs A. | Pinsack G. |
| 3:2 | 48:55 | ERVS | Asmus A. | Melnikow K. | Dana J. |
| 4:2 | 50:08 | ERVS | Dana J. (4-5) | Alksnis D. | Roßberg B. |
| 5:2 | 51:56 | ERVS | Homjakovs A. (4-5) | Cermak T. | Dana J. |
| 6:2 | 55:29 | ERVS | Melchior N. (ENG) | Melnikow K. | Bares P. |
Strafen: Schweinfurt 18 + 5 (Bares P.) + 20 (Bares P.) // Landsberg 18 + 5 (Callaghan T.) + 20 (Callaghan T.)
Zuschauer: 1784 (+1062 Buchungen bei SpradeTV)
Highlights: https://www.sprade.tv/de/game/12316/schweinfurt-mighty-dogs-vs-hc-landsberg-riverkings/hl
Pressekonferenz: https://www.sprade.tv/de/game/12316/schweinfurt-mighty-dogs-vs-hc-landsberg-riverkings/pk
VEREINT IN WEISS-BLAU.
Titelfoto: Tanja Waldmann






