Mighty Dogs entscheiden Klassiker spät für sich
Am Freitagabend kam es zum Klassiker in der Bayernliga zwischen den Mighty Dogs und den Gästen des EC Pfaffenhofen. Die über 1.000 Zuschauer im Icedome sollten ein Spiel erleben, das sich erst in den letzten drei Minuten entschied. Zuvor machten es die Holledauer den Hausherren äußerst schwer und gingen sogar in Führung. Bei den Mighty Dogs begann Benny Roßberg im Tor, zudem durfte das Trainerteam drei Förderlizenzspieler der Selber Wölfe im Kader begrüßen.
Die Hausherren starteten wie gewohnt schwungvoll in die Partie und wollten früh zeigen, in welche Richtung das Spiel gehen sollte. So zumindest der Plan, der jedoch lange Zeit nicht aufging. Zwar hatten die Mighty Dogs die erste große Torchance, doch Steven Catelin im Tor der Pfaffenhofener erwischte einen Sahnetag und hielt seine Mannschaft mehrfach im Spiel. Auch seine Vorderleute verteidigten diszipliniert, sodass sich bereits im ersten Drittel abzeichnete, dass es kein Offensivspektakel im Icedome geben würde. Vielmehr lebte das Spiel zunehmend von der Spannung. In der 13. Spielminute sahen die Zuschauer den ersten Treffer des Abends – und dieser fiel für die Gäste. Jan Tlacil brachte die Scheibe mit etwas Glück zu Vrana, der den freistehenden Anton Seidel sah. Dieser schob den Puck an Roßberg vorbei zum 0:1 ins Tor. Jubeln durften jedoch auch die Fans der Mighty Dogs, knapp drei Minuten vor der ersten Pause. In Überzahl bekam Cermak die Scheibe, zog ab, und Josef Dana stand goldrichtig am langen Pfosten, um den Schuss zum 1:1-Ausgleich ins Tor zu lenken. Mit diesem Spielstand ging es in die erste Drittelpause.
Im zweiten Spielabschnitt erarbeiteten sich beide Mannschaften weitere Chancen, mussten jedoch feststellen, dass beide Torhüter einen starken Abend erwischt hatten. Besonders die Hausherren taten sich schwer, wenn die Holledauer eng vor dem eigenen Tor standen und kaum Lücken anboten. Wenn sich doch einmal eine Möglichkeit ergab, war entweder Steven Catelin zur Stelle oder die Mighty Dogs spielten die Situation zu umständlich aus. Dennoch gelang den Hausherren ein Treffer im zweiten Drittel – allerdings mussten sich alle bis zur 38. Spielminute gedulden. Petr Pohl fand nach Zuspiel von Renarts Alksnis und Kristers Donins schließlich eine Lücke, nahm Maß und setzte den Puck ins rechte obere Eck. Catelin war chancenlos – 2:1.
Auch im letzten Spielabschnitt änderte sich das Bild im Icedome zunächst nicht. Die Mighty Dogs übernahmen zunehmend die Spielkontrolle, konnten sich jedoch nicht entscheidend vor dem Tor von Steven Catelin durchsetzen. Bereits wenige Sekunden nach Wiederbeginn bot sich die große Chance auf das 3:1, doch obwohl Abwehr und Torhüter bereits geschlagen waren, verhinderte der Pfosten den Treffer. Auch die Gäste hatten im weiteren Verlauf Pech und trafen ebenfalls nur das Gestänge. Zehn Minuten vor Spielende verlor die Defensive der Mighty Dogs den Topscorer Pfaffenhofens kurzzeitig aus den Augen. Vrana schickte Tlacil auf die Reise, der Alksnis stehen ließ und aus halbrechter Position einen satten Schuss zum 2:2-Ausgleich im Tor unterbrachte. Mit fortschreitender Spielzeit stellte sich immer mehr die Frage, ob es an diesem Abend in die Overtime oder sogar ins Penaltyschießen gehen würde. Diese Überlegung war durchaus berechtigt, denn die Gäste lieferten ein sehr starkes Auswärtsspiel ab und hätten sich mindestens einen Punkt verdient gehabt. Doch dann hatte der junge Verteidiger Kristers Donins seinen großen Auftritt. Drei Minuten vor dem Ende schickten Alksnis und Heckenberger Donins auf die Reise, der in bester Stürmermanier zum umjubelten 3:2 abschloss. Dies war der Knackpunkt der Partie. Keine 50 Sekunden später erhöhte Homjakovs auf 4:2. Die Hintermannschaft der Pfaffenhofener zerfiel nun zunehmend, und der zuvor überragende Steven Catelin wurde von seinen Vorderleuten allein gelassen. Nur acht Sekunden nach dem 4:2 war es Pavel Bares, der auf 5:2 erhöhte. Den Schlusspunkt setzte schließlich Petr Pohl 47 Sekunden vor dem Ende, als er sehenswert an Catelin vorbeischob und den Endstand von 6:2 herstellte.
Sicherlich fiel das Ergebnis um zwei bis drei Tore zu hoch aus, denn Pfaffenhofen hatte am Freitagabend durchaus die Chance, den Mighty Dogs erneut ein Bein zu stellen. Am Ende belohnten sich jedoch die Hausherren mit drei Punkten und schenkten ihren Fans einen Heimsieg kurz vor Weihnachten.
Das letzte Spiel vor Heiligabend steigt am Sonntagabend in Ulm. Kapitän Kevin Heckenberger und seine Mannschaft werden dabei von rund 300 Fans aus der Kugellagerstadt begleitet, die in Ulm für eine Heimspielatmosphäre sorgen wollen. Die letzten Begegnungen gegen die Devils Ulm waren allesamt Spektakel mit vielen Toren – zuletzt das 9:8 im Icedome. Bully ist am Sonntag um 18 Uhr. Sowohl die Mighty Dogs als auch die Gastgeber aus Ulm weisen darauf hin, dass von einer Anreise ohne Ticket abgeraten wird. Der Gästeblock ist seit Wochen ausverkauft, und es sind nur noch wenige Sitzplatzkarten auf der Geraden verfügbar.
Statistik:
Tore:
| Stand | Zeit | Team | Torschütze | 1. Assist | 2. Assist |
| 0:1 | 12:08 | ECP | Seidel A. | Vrana J. | Tlacil J. |
| 1:1 | 17:15 | ERVS | Dana J. (5-4) | Cermak T. | Krumpe L. |
| 2:1 | 37:41 | ERVS | Pohl P. | Alksnis D. | Donins K. |
| 2:2 | 50:36 | ECP | Tlacil J. | Vrana J. | Leonhardt H. |
| 3:2 | 57:04 | ERVS | Donins K. | Heckenberger K. | Alksnis D. |
| 4:2 | 57:52 | ERVS | Homjakovs A. | Heckenberger K. | Asmus A. |
| 5:2 | 58:00 | ERVS | Bares P. | Melchior N. | Krumpe L. |
| 6:2 | 59:13 | ERVS | Pohl P. | Dana J. | Alksnis D. |
Strafen: Mighty Dogs 8 Minuten / EC Pfaffenhofen 16 Minuten
Zuschauer: 1077 im Icedome / 101 Buchungen auf SpradeTV
Highlights & Pressekonferenz: https://www.sprade.tv/de/teams/2/schweinfurt-mighty-dogs
VEREINT IN WEISS-BLAU.





