Mighty Dogs schlagen eindrucksvoll zurück: 9:3 Sieg

Nach einem Wochenende mit zwei knappen Niederlagen gegen den Halbfinalgegner HC Landsberg wurde die Serie nach nur einem Tag Pause bereits am Dienstag fortgesetzt. Für den ERV galt es, die beiden Rückschläge abzuschütteln und das Momentum der Riverkings zu stoppen. Landsberg hingegen reiste mit viel Selbstvertrauen aus zwei Siegen an und wollte die Serie beim Stand von 2:2 auf seine Seite ziehen. Während die Coaches Sergej Waßmiller und Semjon Bär weiterhin auf Kevin Adam verzichten mussten, kehrte Arturs Homjakovs in den Kader zurück. Nach seinem starken Auftritt am Sonntag durfte zudem erneut Benedict Roßberg zwischen den Pfosten der Mighty Dogs starten.

Beide Mannschaften fanden gut in die Partie und sorgten früh für ein hohes Tempo. Dennoch musste Roßberg bereits nach vier Minuten erstmals hinter sich greifen: Ein Klärungsversuch in der Defensive misslang, der Puck prallte von der Bande hinter dem Tor nach vorne und wurde von Frantisek Wagner aus kurzer Distanz zwischen Pfosten und Roßberg hindurch zum 0:1 verwertet. Fünf Minuten später stockte vielen Zuschauern im Icedome der Atem, als Victor Östling einen Konter eiskalt ausspielte und auf 0:2 erhöhte. Die Mannschaft um Kapitän Kevin Heckenberger ließ sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen und reagierte umgehend. Kristers Donins setzte sich stark an der Bande im Angriffsdrittel durch und bediente Petr Pohl, der im richtigen Moment abzog und Moritz Borst zum 1:2-Anschlusstreffer überwinden konnte. In der Folge erspielten sich beide Teams weitere Chancen, ehe ein Powerplay den Durchbruch für Schweinfurt brachte. Die Mighty Dogs setzten sich im Angriffsdrittel fest, ließen den Puck laufen und Donins traf an der blauen Linie die richtige Entscheidung: Statt selbst abzuschließen spielte er einen schnellen Pass auf Homjakovs, der links vom Tor lauerte und den Schläger nur noch hinhalten musste – der 2:2-Ausgleich. Mit dem Treffer wuchs das Selbstvertrauen der Mighty Dogs sichtbar. Gleichzeitig nahm auch die Intensität auf dem Eis zu. Nach einer Strafe gegen Wagner und einer längeren Unterbrechung entwickelte sich eine hitzige Diskussion zwischen Petr Pohl und Maximilian Kasten, die schließlich beiden eine zehnminütige Disziplinarstrafe einbrachte.

Das Powerplay zu Beginn des zweiten Drittels konnten die Mighty Dogs zunächst noch nicht nutzen, doch kurz darauf folgte ein schneller Doppelschlag: Zunächst traf Dzerods Alksnis von der blauen Linie zur Führung, ehe wenig später Lucas Kleider – ebenfalls von der blauen Linie – auf 4:2 erhöhte. Landsberg fand offensiv kaum noch ins Spiel, während Schweinfurt weiter Druck machte. Ein Konter von Josef Dana hätte beinahe bereits das fünfte Tor gebracht. In der 33. Minute folgte ein echtes Déjà-vu: Lucas Kleider traf nahezu identisch wie bei seinem ersten Treffer zum 5:2. Kurz darauf half den Mighty Dogs auch das nötige Glück: Ein Schuss von Alksnis wurde vor dem Tor von Valenti unhaltbar für Borst abgefälscht – 6:2. Der Frust der Gäste machte sich bemerkbar, als nach einer kleineren Keilerei Freibert, Melchior, Reicheneder, Diebolder und Müller auf der Strafbank Platz nehmen mussten. Die Riverkings verteidigten zunächst tapfer, doch nach einer weiteren Strafe gegen Kasten schlug Schweinfurt erneut zu: Nur drei Sekunden vor Drittelende staubte Alex Diel einen Abpraller auf der Linie zum 7:2-Pausenstand ab und ließ den Icedome endgültig explodieren.

Zum dritten Drittel kam bei Landsberg Majher für Borst ins Tor, der sichtlich bedient war. Doch auch der neue Goalie wurde schnell überwunden: Josef Dana nahm den Puck hinter dem Tor auf und erzielte mit einem spektakulären Michigan-Goal das 8:2. Direkt danach gerieten Georg Pinsack und Lukas Heß beim Bully aneinander und mussten gemeinsam auf die Strafbank. Wenig später musste auch Lukas Krumpe vom Eis, sodass Landsberg für eine Minute in doppelter Überzahl agierte. Anders als in den vorherigen Spielen konnten die Gäste daraus jedoch kein Kapital schlagen. Die Partie wurde nun zunehmend ruppiger. Nachdem Voit Alksnis mit einem Stockstich zu Boden brachte, erhielt fälschlicherweise Diebolder eine 5+Spieldauerstrafe. Im anschließenden Powerplay kombinierten sich Tomas Cermak und Homjakovs sehenswert durch und erhöhten auf 9:2. Nach weiteren Auseinandersetzungen gab es erneut mehrere Strafen, unter anderem eine 5+Spieldauerstrafe gegen Konstantin Melnikow. Die Mighty Dogs verteidigten lange stark in Unterzahl, ehe Kasten vier Minuten vor dem Ende noch das dritte Tor für Landsberg erzielte.

Am Ende feierten die Mighty Dogs einen deutlichen 9:3-Erfolg und sicherten sich damit den Matchpuck in der Halbfinalserie.

Am kommenden Freitag um 20 Uhr steht das nächste Spiel der Serie an. Dann hat der ERV erstmals die Chance, den Finaleinzug perfekt zu machen. Der HC Landsberg hingegen wird alles daran setzen, mit einem Sieg ein entscheidendes Spiel sieben zu erzwingen. Sollte dieses notwendig werden, findet es am Sonntag, den 15. März, um 18 Uhr im Schweinfurter Icedome statt.

STATISTIK:

Tore:

Stand Zeit Team Torschütze 1. Assist 2. Assist
0:1 03:48 HCL Wagner F. Callaghan T. Reicheneder F.
0:2 08:13 HCL Oestling V. Reuter M. Kasten C.
1:2 10:58 ERVS Pohl P. Donins K. Cermak T.
2:2 15:41 ERVS Alksnis D. (5-4) Donins K. Pohl P.
3:2 21:11 ERVS Alksnis D. Donins K. Dana J.
4:2 22:14 ERVS Kleider L. Bares P. Melchior N.
5:2 32:48 ERVS Kleider L. Dana J. Heckenberger K.
6:2 35:13 ERVS Alksnis D. (5-4) Cermak T. Donins K.
7:2 39:56 ERVS Diel A. (5-4) Asmus A. Heckenberger K.
8:2 40:44 ERVS Dana J. Pinsack G. Bares P.
9:2 51:17 ERVS Homjakovs A. (5-4) Cermak T. Roßberg B.
9:3 55:56 HCL Kasten C. (5-3) Reuter M. Wagner F.

Strafen: Schweinfurt 22 + 5 (Melnikow K.) + 10 (Pohl P.) + 20 (Melnikow K.) // Landsberg 24 + 5 (Diebolder B.) + 10 (Kasten C.) + 20 (Diebolder B.)

Zuschauer: 1020 (+674 bei SpradeTV)

Highlights: https://www.sprade.tv/de/game/12249/schweinfurt-mighty-dogs-vs-hc-landsberg-riverkings

Titelfoto: Tanja Waldmann

VEREINT IN WEISS-BLAU.