Mighty Dogs zurück an der Tabellenspitze der Eishockey Bayernliga

Wenn die Mighty Dogs auf die Isar Rats aus Dingolfing treffen, waren es zuletzt immer spannende Spiele – so auch am Freitagabend in der Marco-Sturm-Eishalle. Beide Mannschaften lieferten sich einen engen Fight um die Punkte, und die finale Entscheidung fiel erst in der Verlängerung zugunsten der Mighty Dogs. Gut 30 Fans aus Schweinfurt begleiteten ihre Mannschaft nach Niederbayern und sahen nach langer Verletzungspause Moritz Schlick wieder auf dem Eis. Der Sieg in der Overtime brachte nicht nur zwei weitere Punkte auf die Habenseite, sondern sorgte im weiteren Verlauf des Spieltags auch für Veränderungen in der Tabelle.

Den besseren Start in die Partie erwischten die Gastgeber, die bereits nach etwas mehr als drei Minuten in Führung gingen. Ein eher harmloser Schuss von rechts außen auf das Tor von Leon Pöhlmann fand seinen Weg ins kurze Torwarteck. Eine frühe Führung für den EV Dingolfing, der nach drei Niederlagen in Folge wieder zurück in die Erfolgsspur wollte. Vor zwei Wochen hatte man zu Hause noch den EHC Königsbrunn mit 2:1 bezwungen. Der Ausgleich für die Mighty Dogs ließ allerdings nicht allzu lange auf sich warten. Nach knapp fünfeinhalb Minuten Führung der Hausherren stand Alex Asmus goldrichtig und brachte die Scheibe an Christoph Schedlbauer vorbei zum Ausgleich. Kristers Donins zog von der blauen Linie ab, und Asmus nutzte die Situation, als die Hausherren die Scheibe weder klären noch sichern konnten. Weitere Tore fielen im ersten Drittel nicht mehr, sodass es mit einem gerechten 1:1 in die erste Pause ging.

Auch im zweiten Spielabschnitt waren es die Isar Rats, die das erste Tor des Drittels erzielen sollten – am Ende das einzige im Mittelabschnitt. Zuvor hatten die Mighty Dogs etliche gute Möglichkeiten, selbst erstmals an diesem Abend in Führung zu gehen. Doch Christoph Schedlbauer und seine Vorderleute verhinderten dies zunächst. Ab Mitte des zweiten Drittels entwickelte sich ein munteres Spiel auf beiden Seiten, in dem unter anderem David Zucker auf Seiten des EVD sowie Petr Pohl auf Seiten der Mighty Dogs innerhalb weniger Sekunden jeweils zwei starke Aktionen zeigten. Doch keiner von beiden konnte seine Mannschaft in Führung bringen. Fünf Minuten vor der zweiten Pause leisteten sich die Mighty Dogs einen groben Fehler im Aufbauspiel aus dem eigenen Drittel, den die Hausherren eiskalt zur 2:1-Führung ausnutzten. David Zucker und Blake Luscombe erkannten die Situation, sahen Mitchell Walinski frei im Slot vor Leon Pöhlmann, und dieser hatte keine Abwehrchance. Ein erneuter Ausgleich wollte den Mighty Dogs nicht mehr gelingen, doch es blieben noch mindestens zwanzig Minuten, um nicht das sechste Spiel in Folge gegen die Dingolfinger zu verlieren.

Im letzten Spielabschnitt war die Aufgabe für die Mighty Dogs klar: schnellstmöglich den Ausgleich erzielen, hinten nichts mehr zulassen und nach Möglichkeit selbst in Führung gehen. Der Plan ging zunächst auf, als Tomas Cermak den umjubelten Ausgleich erzielte. In der 49. Minute stand der Topscorer an der Torlinie und sah Lukas Krumpe an der blauen Linie. Anstatt selbst zu schießen, spielte Krumpe den Pass umgehend zurück, und in bester Leon-Draisaitl-Manier traf der junge Tscheche zum 2:2. Der zweite Teil des Plans folgte vier Minuten vor Spielende. Renarts Alksnis fasste sich ein Herz und kam mit viel Tempo auf Schedlbauer zu, wollte ihn mit Geschwindigkeit umkurven, scheiterte jedoch zunächst am Schlussmann der Isar Rats. Die Scheibe landete bei Kristers Donins, der die Lücke sah und zum erstmaligen Führungstreffer einschob. 2:3 – und noch vier Minuten auf der Uhr. Alles sah danach aus, als würde der Bann der Niederlagen gegen Dingolfing endlich gebrochen. Lange währte die Freude bei den Fans der Dogs jedoch nicht: Gerade einmal 39 Sekunden nach dem Führungstreffer war es der Topscorer des EVD, Blake Luscombe, der zum 3:3 ausglich. Die letzten Minuten waren an Spannung kaum zu überbieten, doch es blieb beim Unentschieden.

In der Verlängerung setzte schließlich Josef Dana den Schlusspunkt und traf zum umjubelten 3:4. Damit sicherte er den Mighty Dogs den Zusatzpunkt und folgerichtig den Sieg. Um 20 Uhr stieg anschließend das Lech-Derby zwischen Landsberg und Königsbrunn. In einer hochspannenden Partie setzten sich die Riverkings mit 5:4 durch. Durch die Niederlage der Königsbrunner rutschten die Mighty Dogs dank der deutlich besseren Tordifferenz auf Rang eins der Tabelle vor.

Somit geht es am Sonntag im letzten Spiel des Jahres 2025 im Icedome gegen den ESV Buchloe, der sein Allgäu-Derby mit 3:2 nach Verlängerung gegen Kempten gewinnen konnte. Bully ist am Sonntag, den 28. Dezember, um 18 Uhr.

Statistik:

Tore:

Stand Zeit Team Torschütze 1. Assist 2. Assist
1:0 03:04 EVD Walinski M. Schmidbauer A.
1:1 08:34 ERVS Asmus A. Donins K. Alksnis D.
2:1 34:19 EVD Walinski M. Luscombe B. Zucker D.
2:2 48:51 ERVS Cermak T. Dana J. Krumpe L.
2:3 55:56 ERVS Donins K. (5-4) Alksnis D. Homjakovs A.
3:3 56:35 EVD Luscombe B. Zucker D. Walinski M.
3:4 62:45 ERVS Dana J. Alksnis D. Heckenberger K.

Strafen: Dingolfing 8 Minuten / Schweinfurt 2 Minuten
Zuschauer: 551 / 206 auf SpradeTV

Highlights & Pressekonferenz: SpradeTV

VEREINT IN WEISS-BLAU.