Overtime Drama im Icedome – Mighty Dogs drehen Halbfinalauftakt!

Erstmals seit langer Zeit finden in Schweinfurt wieder Playoff-Halbfinalspiele statt – und gleich die erste Partie der Best-of-7-Serie bot den Zuschauern ein spannungsgeladenes und extrem enges Spiel, das in allen Phasen alles bereithielt. Sowohl auf als auch neben dem Eis war es eines Halbfinales würdig: hart umkämpft, intensiv geführt und begleitet von großartiger Stimmung beider Fanlager im Icedome. Sekunden vor Schluss lag der ERV noch mit einem Tor zurück – doch die Mighty Dogs drehten die Partie und starteten mit einem Sieg in die Serie gegen den HC Landsberg.

Wie schon in der Serie gegen Miesbach kamen die Mighty Dogs mit hohem Tempo aus der Kabine und setzten die Gäste früh unter Druck. Nach gerade einmal 34 Sekunden spielte Tomas Cermak in einer Zwei-auf-eins-Situation den Puck quer vor das Tor auf den mitgelaufenen Arturs Homjakovs, der per Direktabnahme das 1:0 erzielte. Wenige Minuten später fand Lucas Kleider vor dem Tor Nils Melchior, doch der Abschluss verfehlte knapp das Gehäuse. Nach rund zehn Minuten fand Landsberg jedoch besser ins Spiel, bremste die Druckphase der Hausherren aus und kam durch Philip Bergsdorf selbst zu einer guten Ausgleichschance. Nach einer starken Anfangsphase der Mighty Dogs entwickelte sich das erste Drittel insgesamt zu einer Partie auf Augenhöhe.

Im zweiten Drittel folgte früh die einzige Strafe des Abends gegen den ERV: Tomas Cermak musste wegen Hakens für zwei Minuten auf die Strafbank. Der HC Landsberg, der in dieser Saison über ein starkes Powerplay verfügt, baute zwar Druck auf, doch das Schweinfurter Penalty Killing hielt zunächst stand. Kurz nach Ablauf der Strafe war Leon Pöhlmann jedoch geschlagen: Valenti zog von der blauen Linie ab, Reicheneder hielt im Slot den Schläger hinein und fälschte unhaltbar zum 1:1 ab.

Doch auch das Schweinfurter Powerplay bewies seine Effizienz. Im zweiten Überzahlspiel des Abends dauerte es lediglich sechs Sekunden: Petr Pohl spielte an der blauen Linie quer auf Dzerods Alksnis, der direkt abzog und perfekt in den Winkel traf – die erneute Führung für den ERV. Wenige Minuten vor der Pause meldete sich der HCL jedoch erneut auf der Anzeigetafel zurück und glich durch Callaghan zum 2:2 aus.

Im Schlussdrittel kehrten beide Teams mit viel Tempo aufs Eis zurück. Als Mosler von außen abzog, prallte die Scheibe von Heß ab und rutschte Pöhlmann unglücklich zwischen den Schonern hindurch ins Tor – die erste Landsberger Führung des Abends. In der Folge bissen sich die Schweinfurter Offensivkräfte mehrfach am stark aufgelegten Landsberger Goalie Borst die Zähne aus und fanden lange keinen Weg zum Ausgleich.

Knapp 90 Sekunden vor dem Ende nahm Coach Waßmiller Pöhlmann zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers vom Eis. Zunächst schien auch dieser Plan nicht aufzugehen, da sich der ERV schwertat, in die Formation zu finden. Doch wenige Sekunden vor Schluss gelang der geordnete Aufbau – und während die Uhr unaufhaltsam herunterlief, hielt der gesamte Icedome den Atem an. Mit noch 1,7 Sekunden auf der Stadionuhr traf Arturs Homjakovs nach starker Vorbereitung von Petr Pohl zum 3:3 und ließ den Icedome überkochen. Wie schon im ersten Viertelfinale gegen Miesbach erzwangen die Mighty Dogs in letzter Sekunde die Verlängerung.

In der Overtime bewiesen die Hausherren dann einen kühlen Kopf, gewannen wichtige Bullys und sicherten sich viel Puckbesitz. Nach einem geblockten Schuss leitete Lukas Krumpe den Gegenangriff ein. Petr Pohl schaltete schnell, nahm Tempo auf und wurde von Tomas Cermak begleitet. Gegen zwei Landsberger behauptete er die Scheibe, legte kurz vor dem Tor quer auf Cermak – und dieser vollendete zum umjubelten 4:3-Siegtreffer.

Das zweite Spiel der Serie verspricht erneut höchste Spannung, wenn die Mighty Dogs am Sonntagabend in Landsberg antreten. Während Schweinfurt die Serie ausbauen möchte, wird der HCL vor heimischem Publikum alles daransetzen, auszugleichen. Spielbeginn ist um 19 Uhr. Bereits in der Vorrunde war die Eishalle am Lech das bestbesuchte Stadion, dicht gefolgt vom Icedome der Mighty Dogs auf Rang zwei der Zuschauerstatistik. Wer nach diesem Spektakel Lust bekommen hat, die Mannschaft auch auswärts zu unterstützen, kann sich weiterhin für den Fanbus anmelden, der vom Fanclub der Schweinfurter Plärrdeifel organisiert wird. Alle Informationen zur Fahrt sind der entsprechenden Grafik zu entnehmen.

Das nächste Heimspiel findet am Freitag, den 6. März, um 20 Uhr im Icedome statt.

STATISTIK:

Tore:

Stand Zeit Team Torschütze 1. Assist 2. Assist
1:0 00:34 ERVS Homjakovs A. Cermak T. Dana J.
1:1 24:50 HCL Reicheneder F. Valenti L. Müller M.
2:1 30:53 ERVS Alksnis D. (5-4) Donins K. Pohl P.
2:2 36:26 HCL Callaghan T. Bergsdorf F. Reuter M.
2:3 41:42 HCL Heß L. Mosler J. Voit L.
3:3 59:58 ERVS Homjakovs A. Pohl P. Dana J.
4:3 61:55 ERVS Cermak T. Pohl P. Krumpe L.

Strafen: Schweinfurt 2 Min // Landsberg 6 Min

Highlights: https://www.sprade.tv/de/game/12247/schweinfurt-mighty-dogs-vs-hc-landsberg-riverkings

Zuschauer: 1581 (+469 bei SpradeTV)

VEREINT IN WEISS-BLAU.