Riverkings verkürzen Serie auf 2:1

Nach zwei extrem engen Spielen am vergangenen Wochenende, die erst nach Verlängerung beziehungsweise Penaltyschießen zugunsten der Mighty Dogs entschieden wurden, war von Beginn an klar, dass diese Halbfinalserie eine äußerst enge Angelegenheit werden würde. Entsprechend hoch war die Spannung bereits im Vorfeld der Partie. Beide Fanlager sorgten abseits des Eises für eine stimmungsvolle Atmosphäre, ehe auf der Videowand die nächste positive Nachricht präsentiert wurde: Dzerods Alksnis wandte sich per Videobotschaft an die Fans und verkündete seine Vertragsverlängerung in Schweinfurt um zwei weitere Jahre. Die Freude darüber war auf den Rängen deutlich spürbar.

Auch personell gab es auf beiden Seiten positive Nachrichten. Für Schweinfurt kehrten Kevin Heckenberger und Moritz Schlick zurück ins Aufgebot, während beim HC Landsberg Lars Grözinger und Victor Östling wieder mitwirken konnten.

Das erste Drittel begann mit hoher Intensität auf beiden Seiten. Beide Mannschaften schenkten sich nichts und gingen früh energisch in die Zweikämpfe. Während die Mighty Dogs zunächst die ersten Offensivaktionen verbuchten, kamen die Gäste nach einem Puckverlust in der Defensive des ERV zu einer hochkarätigen Chance auf die Führung. Im direkten Gegenzug setzte sich Georg Pinsack stark vor dem Tor der Riverkings durch, kam im entscheidenden Moment jedoch nicht mehr zum Abschluss. Kurz darauf gelangte der Puck über Petr Pohl und Tomas Cermak zu Arturs Homjakovs, der aus aussichtsreicher Position an Moritz Borst scheiterte.

Wenig später nutzte Alksnis die Gelegenheit und spielte eine eroberte Scheibe schnell auf den gestarteten Pohl, der mutterseelenallein zum Konter ansetzte und vor dem Tor die Nerven behielt – die 1:0-Führung nach knapp zwölf Minuten. Nachdem der ERV jedoch aufgrund zweier Strafzeiten kurzzeitig in doppelter Unterzahl agieren musste, nutzte Landsberg diese Gelegenheit eiskalt: Lukas Heß traf zum Ausgleich, mit dem es auch in die erste Pause ging.

Im zweiten Drittel kamen die Hausherren nicht mehr ganz so druckvoll aus der Kabine wie noch zu Beginn der Partie. Die Riverkings nutzten diese Phase konsequent aus: Der Kanadier Tom Callaghan brachte die Gäste erstmals in Führung, und auch die folgenden Minuten gehörten überwiegend Landsberg. Zur Mitte des Spiels fand Schweinfurt wieder besser in seinen Rhythmus und drängte mehrfach auf den Ausgleich. Die kompakte Defensivarbeit der Gäste verhinderte jedoch trotz längerer Druckphasen der Mighty Dogs klare Torchancen. Kurz vor Drittelende bestrafte Heß schließlich einen Fehler der Schweinfurter Defensive und erhöhte auf 1:3.

Im Schlussdrittel zeigte sich zunächst ein ähnliches Bild: Landsberg kam erneut stark aus der Pause, doch diesmal stand die Schweinfurter Defensive stabil und ließ keinen weiteren Treffer zu. Nach einigen Minuten übernahm der ERV wieder mehr Spielanteile in der Offensive, blieb jedoch häufig am defensiven Bollwerk der Riverkings hängen. Trotz mehrerer Versuche wollte der Anschlusstreffer nicht mehr fallen.

Zweieinhalb Minuten vor dem Ende nahm Trainer Sergej Waßmiller schließlich Leon Pöhlmann zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers vom Eis. Doch die Gäste nutzten eine Gelegenheit zum Treffer ins leere Tor und machten damit endgültig den Sieg perfekt. Landsberg verkürzt in der Serie damit auf 2:1.

Das nächste Spiel findet bereits am Sonntag, den 8. März, in Landsberg statt. Um 18 Uhr fällt dort der Puck zu Spiel vier der Serie – eine Partie, die erneut Spannung pur verspricht. Das nächste Heimspiel im Icedome steigt bereits am Dienstag, den 10. März, um 20 Uhr.

STATISTIK:

Tore:

Stand

Zeit

Team

Torschütze

1. Assist

2. Assist

1:0

11:23

ERVS

Pohl P.

Alksnis D.

Donins K.

1:1

14:33

HCL

Heß L. (5-3)

Kasten C.

Oestling V.

1:2

22:17

HCL

Callaghan T.

Binder M.

Wagner F.

1:3

38:24

HCL

Heß L.

Oestling V.

Binder M.

1:4

58:07

HCL

Callaghan T. (ENG)

Valenti L.

Bergsdorf F.

Strafen: Schweinfurt 12 + 10 Min (Krumpe) // Landsberg 6 Min

Zuschauer: 1605 (+487 SpradeTV)

Foto: Tanja Waldmann

VEREINT IN WEISS-BLAU.