Starker Auftritt bleibt unbelohnt: Knappe Niederlage in Spiel 2
Das erste Finalspiel im Schweinfurter Icedome seit knapp 14 Jahren bot vor mehr als 1.600 Zuschauern ein intensives und faires Spiel auf hohem Niveau. Im Vergleich zum Auswärtsspiel am Freitag traten die Mighty Dogs von Beginn an deutlich selbstbewusster auf. Im Kader fehlte Petr Pohl verletzungsbedingt, für ihn rückte Josef Dana in die erste Reihe, während Kevin Adam sowie Pavel Bares wieder ins Aufgebot zurückkehrten.
Früh im ersten Drittel erspielten sich die Mighty Dogs eine Zwei-auf-eins-Situation, doch der Pass von Tomas Cermak verfehlte die Kelle von Arturs Homjakovs um wenige Zentimeter, sodass dieser den Puck nur mit dem Schlittschuh annehmen konnte und nicht mehr rechtzeitig zum Abschluss kam. Dass die Mannschaft um Kapitän Kevin Heckenberger mit breiter Brust auftrat, zeigte sich bereits in den Anfangsminuten: mutige Angriffe, konsequent zu Ende gefahrene Checks und viel Präsenz auf dem Eis. Doch auch die Gäste waren von Beginn an hellwach und kamen in der vierten Minute zu einer großen Chance. Nach einer Strafzeit gegen Cermak mussten die Mighty Dogs früh in Unterzahl agieren, verteidigten jedoch stark und ließen den EHC kaum ins eigene Drittel kommen – erst 10 Sekunden vor Ende der Strafe kamen die Gäste erstmals in Formation. Kristers Donins belohnte die starke Anfangsphase schließlich mit dem Führungstreffer, als er einen Schuss von der blauen Linie direkt im Tor unterbrachte. Rund fünf Minuten später glichen die Gäste durch Lorraine jedoch wieder aus. Auch eine weitere Unterzahl überstand Schweinfurt souverän und kam durch Nils Melchior sogar zu einer Konterchance, die Torhüter Vajs jedoch vereiteln konnte.
Im zweiten Drittel setzte Josef Dana mit einem Lattentreffer das erste Ausrufezeichen, doch im Gegenzug nutzten die Gäste ein Missverständnis in der Schweinfurter Defensive eiskalt aus: Turcotte brachte den EHC in Führung. Die Antwort der Mighty Dogs ließ jedoch nicht lange auf sich warten: Nach starker Vorarbeit von Alex Asmus und Konstantin Melnikow traf Kevin Heckenberger zum 2:2-Ausgleich. Nur wenig später brach erneut Jubel im Icedome aus: Arturs Homjakovs behielt die Übersicht, kurvte durchs Angriffsdrittel und legte den Puck von hinter dem Tor per Rückhand vors kurze Eck, wo Cermak bereitstand und zur erneuten Führung einschob. Die Mighty Dogs hielten den Offensivdruck hoch, doch die Defensive des amtierenden Meisters aus Königsbrunn stand stabil und ließ nur wenige klare Abschlüsse zu – und wenn doch, war Vajs zur Stelle. In der 26. Minute, während des ersten Schweinfurter Powerplays, bestrafte der EHC erneut einen individuellen Fehler eiskalt: Der Puck versprang an der blauen Linie, Lorraine schaltete am schnellsten und glich mit einem Konter zum 3:3 aus. Es entwickelte sich ein intensiver Schlagabtausch, in dem Pöhlmann in Unterzahl stark gegen Sternheimer rettete. Trotz zahlreicher Chancen auf beiden Seiten blieb es nach zwei Dritteln beim Unentschieden.
Im Schlussabschnitt startete Schweinfurt erneut mit einer großen Möglichkeit. Im anschließenden Gerangel vor dem Tor entschieden die Schiedsrichter auf Penalty für die Mighty Dogs. Tomas Cermak trat unter großem Applaus an, scheiterte jedoch an Vajs, der das 3:3 festhielt. Kurz darauf spielte Schweinfurt sogar in doppelter Überzahl, ließ den Puck gut laufen, konnte daraus jedoch kein Kapital schlagen. In der Folge entwickelte sich ein Spiel, das zunehmend von starker Defensivarbeit und Zweikämpfen in der neutralen Zone geprägt war. Beide Teams suchten den Weg zum Tor, ließen aber gleichzeitig nur wenig zu. Vier Minuten vor Schluss fiel dann die Entscheidung: Nach einem weiteren individuellen Fehler im eigenen Drittel kam Marco Sternheimer ungestört zum Abschluss und erzielte den Siegtreffer für Königsbrunn. Trotz aller Bemühungen reichte es für die Mighty Dogs diesmal nicht mehr zum Ausgleich – Sekunden vor Schluss strich ein abgefälschter Schuss noch knapp am Pfosten vorbei.
Dank eines engagierten Auftritts und zahlreicher Chancen lag ein Sieg für Schweinfurt durchaus in der Luft. Doch individuelle Fehler und ein Gegner, der diese konsequent nutzte, machten am Ende den Unterschied. Die Serie steht damit 2:0 für Königsbrunn.
Bereits am kommenden Dienstag geht es weiter: Am 24.03. um 20 Uhr steht das nächste Spiel dieser packenden Finalserie an, in dem Schweinfurt den ersten Sieg einfahren will. Das nächste Heimspiel folgt am Freitag, den 27.03., ebenfalls um 20 Uhr im Icedome.
STATISTIK:
Tore:
| Stand | Zeit | Team | Torschütze | 1. Assist | 2. Assist |
| 1:0 | 07:56 | ERVS | Donins K. | Alksnis D. | Cermak T. |
| 1:1 | 12:01 | EHCKB | Turcotte H. | Lorraine J. | Rodrigues S. |
| 1:2 | 20:58 | EHCKB | Turcotte H. | Lorraine J. | |
| 2:2 | 21:25 | ERVS | Heckenberger K. | Melnikow K. | Asmus A. |
| 3:2 | 22:54 | ERVS | Cermak T. | Homjakovs A. | Dana J. |
| 3:3 | 27:48 | EHCKB | Lorraine J. (4-5) | ||
| 3:4 | 56:01 | EHCKB | Sternheimer M. |
Strafen: Schweinfurt 6 Min // Königsbrunn 6 Min
Zuschauer: 1602 (+ 361 bei SpradeTV)
Highlights: https://www.sprade.tv/de/game/12319/schweinfurt-mighty-dogs-vs-ehc-koenigsbrunn
VEREINT IN WEISS-BLAU.





