Zuerst River Rats, dann Löwen – Mighty Dogs wollen Tabellenführung verteidigen
Bevor die Fans ihre Mighty Dogs wieder im Icedome spielen sehen können, muss die Mannschaft am Freitagabend zunächst in Geretsried bei den River Rats antreten. Am Sonntag folgt dann das Heimspiel gegen die Löwen aus Waldkraiburg. Nimmt man die letzten Spiele der Mighty Dogs als Maßstab, ist die Frage durchaus berechtigt: Gibt es erneut Spektakel an den beiden Spieltagen? Dafür standen die Mannen um Sergej Waßmiller und Semjon Bär in den vergangenen Wochen. 46 Tore konnte man selbst erzielen und kassierte dabei 25 Gegentreffer – lediglich die Devils aus Ulm können eine ähnlich torreiche Statistik aufweisen. Während man im Heimspiel am vergangenen Freitag gegen den EV Dingolfing die erste Heimniederlage und damit auch die erste Saisonniederlage hinnehmen musste, bleibt man durch das 4:11 in Buchloe weiterhin auswärts ungeschlagen.
Die Begegnungen zwischen den River Rats und den Mighty Dogs versprechen traditionell Spannung bis zum Schluss. In den vergangenen acht Spielen konnte jedes Team viermal gewinnen, und oft trennten sich beide Mannschaften mit nur einem Tor Unterschied – mit Ausnahme des Duells im November 2024, als der ERV den ESC im heimischen Icedome mit 6:0 besiegte. Auch diesmal könnte es am Freitagabend wieder eng zugehen. Obwohl die Punkteausbeute im bisherigen Saisonverlauf für die River Rats hinter den Erwartungen blieb, gestalteten sie ihre Spiele meist knapp und verloren entweder in der Verlängerung oder mit nur einem Tor Unterschied. Lediglich am Sonntag gegen den EHC Klostersee setzte es mit 5:10 eine deutlichere Niederlage.
Im Kader der River Rats gab es einige Veränderungen, verbunden mit namhaften Neuzugängen. Mit Korbinian Sertl verpflichtete man die Nummer eins der Peißenberg Miners – der 32-Jährige gehörte in den vergangenen Jahren stets zu den Top-Torhütern der Bayernliga. Für die Verteidigung holte man zwei erfahrene Oberliga-Spieler mit DEL2-Erfahrung: Christoph Frankenberg (vom SC Riessersee, zuvor Peißenberg) und Moritz Schug (von den Saale Bulls Halle). Vom ESC Haßfurt kam Dominik Soukup für den Sturm, ebenso wie Oliver Ott (Herner EV / Oberliga Nord) und Athanassios Fissekis (Tölzer Löwen / Oberliga Süd). Athanassios Fissekis hat zudem eine Vergangenheit in Schweinfurt: In der Saison 2013/2014 (Oberliga Süd) lief der heute 30-Jährige für den ERV auf und wechselte danach zum TEV Miesbach, wo er sieben Jahre spielte. Vor seinem Engagement bei den Tölzer Löwen war er zwei Jahre für die Peißenberg Miners aktiv.
Zuletzt hatte der ESC mit personellen Engpässen zu kämpfen. Mit Xaver Hochstraßer, Luis Huber und Maxi Zöhren fehlen gleich drei Akteure noch mehrere Wochen, wie der Verein mitteilte. So konnte man vor zwei Wochen gegen Königsbrunn und Landsberg dank Unterstützung aus dem U20-Kader gerade einmal 13 Spieler aufbieten. Um den Kader zu verbreitern, reaktivierte man die „ewige Nummer 7“ Florian Strobl, der zumindest bis Jahresende aushilft und am Freitag sein Saisondebüt feiern wird. Allerdings musste man auch den Abgang von Kilian Fuchs hinnehmen, der aus privaten Gründen um Vertragsauflösung bat. Keine leichte Ausgangsposition also für Cheftrainer Hans Tauber, der sich mit seinem Team insgeheim Hoffnungen auf die Playoffs bzw. Pre-Playoffs gemacht hatte.
Nach dem Auswärtsspiel am Freitag haben die Mighty Dogs am Sonntag Besuch von den Löwen aus Waldkraiburg – für die eines der weitesten Auswärtsspiele der Saison ansteht. An der „berühmten“ Ausfahrt 15 (A94) vorbei, müssen rund 350 Kilometer einfach zurückgelegt werden. Der Großteil der Mannschaft um Trainer Jürgen Lederer kennt diese Strecke gut, denn im Sommer hat sich beim EHC Waldkraiburg nicht viel verändert. Drei Neuzugänge stehen zwei Abgängen gegenüber: Während Peter Meier und Philipp Seifert den Verein verließen, kamen der Lette Andris Dzerins (aus Erfurt, Oberliga Nord), Leander Ruß (EHC Klostersee) und Philip Kaer (TSV Dorfen).
Man vertraut also weitgehend dem erfolgreichen Kader der Saison 2024/2025, in der man als Aufsteiger aus der Landesliga überraschend den vierten Tabellenplatz mit 57 Punkten erreichte – zehn mehr als die Mighty Dogs auf Rang sechs. In den Playoffs unterlag man dem TEV Miesbach nach sechs Spielen im Viertelfinale, konnte aber auf eine starke Saison zurückblicken. Kein Wunder also, dass man auch heuer wieder die direkte Playoff-Qualifikation anstrebt. Dabei setzen die Löwen auf bewährte Leistungsträger wie Daniel Hora – einer der offensivstärksten Verteidiger der Bayernliga – und seinen kongenialen Partner Jakub Sramek, der besonders in Spielen gegen die Mighty Dogs immer hoch motiviert ist. Auch Thomas Vrba (zuvor ESC Dorfen) und Nico Vogl zählen zu den ständigen Offensivgefahren. Im Tor stehen weiterhin Christoph Lode und Maximilian Engelbrecht zur Verfügung.
In der Tabelle rangieren die Löwen nach sieben Spieltagen mit neun Punkten auf Platz neun – in Schlagdistanz zu den direkten Playoff-Plätzen. Ein Sieg am Sonntag im Icedome gegen den aktuellen Tabellenführer wäre daher ein wichtiger Schritt. Die Mighty Dogs hingegen möchten – unabhängig vom Ausgang am Freitag – ihre Spitzenposition festigen und nach der ersten Heim- und Saisonniederlage gegen Dingolfing wieder vor heimischem Publikum siegen.
Für die Mighty Dogs stehen also zwei weitere spannende Spiele auf dem Programm. Die Mannschaft will unbeirrt ihren Weg fortsetzen und ihren Prinzipien treu bleiben: von Spiel zu Spiel denken, die Tabellensituation zwar irgendwo genießen, aber nicht vergessen, wo man in den letzten Jahren stand. Denn aktuell sind erst sieben Spiele gespielt, und die Saison nimmt gerade erst Fahrt auf – das weiß auch das Trainerteam:
„Wir bleiben unserem eingeschlagenen Weg treu. Natürlich wissen wir, auf welchem Tabellenplatz wir stehen, aber das spielt keine große Rolle in der Mannschaft. Für unsere Fans ist das natürlich ein schöner Moment, aber Druck verspüren wir keinen. Jedem sollte klar sein: Nächstes Wochenende kann es schon wieder anders aussehen. Daher fokussieren wir uns weiterhin nur auf uns, um uns stetig weiterzuentwickeln. Unterm Strich wollen wir natürlich die Spiele gewinnen und wenn dabei die Tabellenführung inne bleibt, ist das ein schöner Nebeneffekt! Im Kader gibt es keine Veränderungen, wir treten mit demselben Aufgebot wie am vergangenen Wochenende an. Für Collin Freibert kommt ein Einsatz noch zu früh, und Moritz Schlick wird – wie bekannt – noch einige Wochen fehlen.“
Hinweis zur Fantrikot-Bestellung:
Damit der Hersteller JERSEY eine Lieferung noch vor Weihnachten garantieren kann, müssen Bestellungen bis zu folgenden Terminen eingehen:
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Im Fanshop im Icedome: bis Sonntag beim Heimspiel gegen den EHC Waldkraiburg
Alle später eingehenden Bestellungen können nicht mehr rechtzeitig vor Weihnachten garantiert werden.
Wie auch bei den vergangenen Heimspielen bitten die Verantwortlichen darum, Tickets bereits im Online-Ticketshop zu erwerben. Das erleichtert nicht nur die Planung, sondern ermöglicht auch einen schnelleren Zutritt zum Icedome.
Hinweise zum Auswärtsspiel gegen den ESC Geretsried River Rats – 07 November 2025 um 19:30 Uhr
Einlass: 18:30 Uhr
Bully: 19:30Uhr
Stream: SpradeTV
Tickets: Abendkasse
Navi: Jahnstraße 25, 82538 Geretsried
Hinweise zum Heimspiel gegen den EHC Waldkraiburg – 09. November 2025 um 18 Uhr
Einlass: 17:00 Uhr
Bully: 18:00 Uhr
Tickets: Online & Abendkasse
Stream: SpradeTV





