Mehr Durchschlagskraft für die Offensive der Dogs
Mit dem Ende der Transferperiode haben die Mighty Dogs noch einmal auf dem Transfermarkt zugeschlagen: Mit Dominik Piskor verstärkt künftig ein offensivstarker und zweikampfstarker Stürmer den Kader des ERV Schweinfurt.
Der 33-jährige gebürtige Tscheche mit deutschem Pass stammt aus Opava, wo er beim HC Slezan seine ersten Schritte auf dem Eis machte. Über den Nachwuchs von Orli Znojmo und Stationen im tschechischen Eishockey führte ihn sein Weg 2016 nach Deutschland. Seine erste Station war Bayreuth, wo er in der DEL2 zum Einsatz kam. In den folgenden Jahren sammelte Piskor bei verschiedenen Vereinen reichlich Erfahrung in der Oberliga und entwickelte sich zu einem gestandenen Angreifer dieser Spielklasse.
Mit einer Körpergröße von 1,91 Metern und einem Gewicht von 95 Kilogramm bringt der Rechtsschütze zudem echte Gardemaße mit. Dass Piskor nicht nur durch seine Physis, sondern auch mit offensiven Qualitäten überzeugen kann, zeigt ein Blick auf seine Statistik: In neun Jahren in der Oberliga sammelte er 246 Punkte in 320 Spielen. Zuletzt stand er für die onesto Tigers Bayreuth auf dem Eis und verbuchte dort in 51 Partien starke 45 Scorerpunkte.
Gerald Zettner zeigt sich hoch erfreut darüber, dass es den Mighty Dogs gelungen ist, zum Ende der Transferperiode mit Dominik Piskor noch einen erfahrenen Stürmer mit entsprechender Qualität nach Schweinfurt zu holen:
„Uns war bewusst, dass unser Kader bislang noch recht dünn besetzt ist. Deshalb haben wir in den vergangenen Wochen intensiv daran gearbeitet, uns gezielt zu verstärken. Mit Dominik ist es uns gelungen, einen erfahrenen und torgefährlichen Stürmer für uns zu gewinnen, der sowohl sportlich als auch menschlich hervorragend zu uns passt. Gerade in unserer aktuellen Situation, in der uns vor dem Tor noch die nötige Konsequenz fehlt, kann er eine wichtige Verstärkung sein. Wir freuen uns sehr, dass Dominik jetzt Teil unserer Mannschaft ist, und sind überzeugt, dass er uns mit seiner Erfahrung und seinen Qualitäten weiterhelfen wird.“
Für Piskor bedeutet der Wechsel nach Schweinfurt den Start in ein neues Kapitel seiner Karriere. Nach vielen Jahren in der Oberliga hatte der Angreifer zunächst gehofft, auch nach der Insolvenz in Bayreuth weiterhin in der dritthöchsten deutschen Spielklasse auflaufen zu können. Trotz einer aus seiner Sicht guten Saison blieb die erhoffte Möglichkeit bei einem ambitionierten Oberligisten jedoch aus. Nun freut sich der 33-Jährige auf seine neue Aufgabe in der Bayernliga. Eine entscheidende Rolle bei seiner Entscheidung spielten dabei Trainer Sergej Waßmiller und sein langjähriger Freund Ondrej Nedved. Nach einem halben Jahr ohne Spieleinsatz ist die Vorfreude besonders groß, endlich wieder in den Spielrhythmus zu kommen und sich erstmals vor den heimischen Fans zu präsentieren.
Wie es zu seiner Entscheidung kam, welche Rolle seine Kontakte nach Schweinfurt spielten und worauf er sich bei den Mighty Dogs besonders freut, erzählt der Neuzugang selbst:
„Natürlich wäre es gelogen, wenn ich sagen würde, dass ich nicht gerne in der Oberliga geblieben wäre. Eigentlich hätte ich in Bayreuth weiterspielen sollen, doch dann kam die Insolvenz. Nach einer ziemlich guten Saison hatte ich gehofft, ein Team mit Ambitionen zu finden, was leider nicht geklappt hat. Deshalb habe ich länger gewartet. Die Angebote, die letztendlich kamen, haben für mich mit 33 Jahren allerdings einfach keinen Sinn ergeben. Umso mehr freue ich mich jetzt auf die neue Herausforderung hier in Schweinfurt mit großen Ambitionen.
Sergej und Ondrej haben bei meiner Entscheidung die wichtigste Rolle gespielt. Sergej habe ich in meiner ersten Saison in Bayreuth kennengelernt und anschließend ein Jahr unter ihm in Memmingen gespielt. Er ist ein großer Profi, lebt Hockey mit ganzer Seele, und ich weiß genau, was ich von ihm erwarten kann. Das wird mir sicherlich helfen. Ondrej gehört zu meinen besten Freunden, unsere Familien treffen sich schon seit vielen Jahren. Er hat nur sehr positiv über die Organisation in Schweinfurt gesprochen, was mir die Entscheidung deutlich erleichtert hat.
Was meine Einsatzmöglichkeiten angeht, ist es schwer zu sagen. Die meiste Zeit meiner Karriere habe ich auf dem Flügel gespielt, aber ich denke, dass ich bei Bedarf auch als Center auflaufen kann.
Den bisherigen Saisonstart kann ich nicht wirklich beurteilen, da ich bislang nur die Ergebnisse gesehen habe. Es sind erst drei Spieltage absolviert, deshalb würde ich dem noch kein großes Gewicht beimessen. Die Mannschaft hat eine enorme Qualität, und ich bin überzeugt, dass sich die Ergebnisse bald einstellen werden.
Natürlich freue ich mich darauf, nach einem halben Jahr wieder ins Spielgeschehen einzugreifen. Allein auf dem Eis zu trainieren, war für den Kopf ziemlich anstrengend. Ich freue mich darauf, wieder in den Spielrhythmus zu kommen, den Adrenalinkick zu spüren und ganz besonders darauf, am Sonntag zum ersten Mal vor den heimischen Fans zu spielen.“
Künftig wird Dominik Piskor für die Mighty Dogs mit der Rückennummer 92 auflaufen – vorerst jedoch mit der Rückennummer 88. Der ERV Schweinfurt heißt seinen Neuzugang herzlich willkommen und wünscht ihm eine erfolgreiche Saison ohne Verletzungen!
Der Kader für die Eishockey Bayernliga 2026/2027 mit aktuellen Stand:
Tor: Benny Roßberg, Leon Pöhlmann
Verteidigung: Lucas Kleider, Lukas Krumpe, Renars Dzerods Alksnis, Kristers Donins, Tomas Pribyl, Collin Freibert, Ondrej Nedved
Sturm: Nils Melchior, Tomas Cermak, Josef Dana, Pavel Bares, Dimitri Litesov, Georg Pinsack, Kevin Heckenberger, Alex Asmus, Ricards Bernhards, Dominik Piskor
Förderlizenzen: Michael Adam (EHC 80 Nürnberg), Julien Klein (EHC 80 Nürnberg), Leon Klein (EHC 80 Nürnberg)
Neuzugänge: Tomas Pribyl (ESC Haßfurt), Dimitri Litesov (Höchstadt Alligators), Ricards Bernhards (HK Zemgale), Dominik Piskor (Onesto Tigers Bayreuth),
Abgänge: Petr Pohl, Arturs Homjakovs, Konstantin Melnikow, Steffen Helmle, Moritz Schlick, Kevin Adam
VEREINT IN WEIßBLAU




