Waldkraiburg und Peißenberg bitten zum Duell
Drei Spieltage sind in der Bayernliga absolviert, und die Mighty Dogs konnten am vergangenen Freitag vor 1.399 Zuschauern einen Heimsieg gegen den ERSC Amberg feiern. Auswärts hingegen stockt der Motor noch etwas. Gute Ausgangspositionen wurden durch kurze Tiefschlafphasen zunichtegemacht. Sowohl in Landsberg als auch zuletzt in Grafing kassierte der ERV innerhalb weniger Sekunden gleich drei Gegentore. Die anschließenden Aufholversuche reichten nicht aus, um etwas Zählbares aus der Fremde mitzunehmen.
Das soll sich am Freitag in der Raiffeisen Arena in Waldkraiburg natürlich ändern. Die Mannschaft von Sergej Waßmiller möchte die ersten Punkte auf fremdem Eis einsammeln. Am Sonntag wartet bereits die nächste Aufgabe: Die Peißenberg Miners gastieren im Icedome. Dort wollen die Mighty Dogs ihre bislang makellose Heimbilanz inklusive Vorbereitung verteidigen. Die bisherige Bilanz kann sich sehen lassen: fünf Spiele, fünf Siege. Damit stehen den Schweinfurtern zwei anspruchsvolle Aufgaben bevor, bei denen sie ihre Stärken sowohl auswärts als auch vor heimischer Kulisse unter Beweis stellen wollen.
Freitag: Die längste Auswärtsfahrt der Saison führt nach Waldkraiburg
Am Freitag steht für Sergej Waßmiller und Co. bereits die längste Auswärtsfahrt der Saison auf dem Programm. Insgesamt müssen rund 702 Kilometer zurückgelegt werden. In der Raiffeisen Arena warten die Löwen des EHC Waldkraiburg, die nach anfänglichen Schwierigkeiten in der Vorbereitung noch in Schwung kamen und drei ihrer fünf Testspiele für sich entscheiden konnten.
Auch der Saisonstart der Waldkraiburger kann sich durchaus sehen lassen. Am ersten Spieltag empfingen sie den ESC Dorfen zum Derby und schickten die Eispiraten mit einer deutlichen 8:1-Niederlage nach Hause. Auch im zweiten Saisonspiel setzte sich der EHC überzeugend durch und bescherte den Devils aus Ulm mit einem 5:1-Auswärtssieg eine empfindliche Niederlage. Erst am vergangenen Sonntag mussten die Löwen auf heimischem Eis einen Rückschlag hinnehmen: In einer spannenden Partie setzte sich der TEV Miesbach mit 6:3 durch.
Dabei hatten die Waldkraiburger durchaus gezeigt, dass sie auch gegen einen starken Gegner zurückkommen können. Zwischenzeitlich lag der EHC mit 1:3 zurück, ehe die Löwen eine kurze Schwächephase in der Defensive des TEV ausnutzten und mit einem Doppelschlag zum 3:3 ausglichen. Am Ende behielten jedoch die Gäste aus Miesbach die Oberhand. Die Mighty Dogs dürften also gewarnt sein: Waldkraiburg verfügt über genügend Qualität, um auch nach Rückständen zurückzuschlagen.
Im Kader hat sich im Vergleich zur Vorsaison weniger getan als bei manch anderem Bayernliga-Konkurrenten. Die Veränderungen können sich dennoch sehen lassen. Neben Bastian Rosenkranz und Daniel Hentner verließ auch Daniel Hora den Verein. Der offensivstarke Verteidiger war ein kongenialer Teampartner von Jakub Šrámek und kehrte im Sommer nach Tschechien zurück. Sein Abgang wiegt für die Löwen zweifellos schwer, doch der EHC konnte auf dem Transfermarkt nachlegen.
Mit Patrik Forsberg verpflichtete Waldkraiburg einen finnischen Verteidiger, der zuletzt bei Milton Keynes Lightning in der britischen National Ice Hockey League (NIHL) unter Vertrag stand. In den ersten drei Saisonspielen verbuchte er bereits ein Tor und drei Vorlagen. Doch damit nicht genug: Mit Mikko Haaparanta kam ein weiterer Finne nach Waldkraiburg. Außerdem verstärkten Matej Houdek und Bartek Bison den Kader.
Das Saisonziel der Löwen dürfte damit klar sein: die Playoffs erreichen und möglichst früh Abstand zu den Abstiegsplätzen schaffen. Schließlich entging Waldkraiburg in der vergangenen Saison nur knapp dem Abstieg. Die Mighty Dogs müssen sich somit auf einen Gegner einstellen, der mit einem gelungenen Saisonstart Selbstvertrauen getankt hat und vor heimischer Kulisse entsprechend auftreten dürfte.
Sonntag: Die offensivstarken Peißenberg Miners kommen in den Icedome
Am Sonntag steht für die Mighty Dogs das nächste Heimspiel an. Mit den Peißenberg Miners kommt eine Mannschaft nach Schweinfurt, die auch in dieser Saison wieder zu den Anwärtern auf einen Playoffplatz gehört. Die ersten Ergebnisse unterstreichen diese Ambitionen und zeigen zugleich, dass die Miners für unterhaltsame und torreiche Begegnungen stehen.
Zum Saisonauftakt empfing Peißenberg die Devils aus Ulm. In einer abwechslungsreichen Partie setzten sich die Miners mit 5:4 durch und sicherten sich die ersten drei Punkte. Am vergangenen Freitag beim TEV Miesbach reichte hingegen selbst eine zweimalige Zwei-Tore-Führung nicht aus, um weitere Zähler im Kampf um die Playoffplätze einzufahren. Nachdem Peißenberg zunächst mit 2:0 und später mit 4:2 geführt hatte, gelang kein weiterer Treffer mehr. Miesbach drehte die Partie und behielt am Ende mit 7:4 die Oberhand.
Nicht weniger unterhaltsam ging es am vergangenen Sonntag in der heimischen Flatbuy Arena zu. Die Sharks aus Kempten lagen lange in Führung und hatten sich zwischenzeitlich sogar einen Drei-Tore-Vorsprung zum 3:0 erspielt. Doch die Miners gaben sich nicht geschlagen. Im Schlussabschnitt drehten sie noch einmal richtig auf, erzielten fünf Treffer in Folge und machten aus dem Rückstand einen 5:3-Heimsieg. Peißenberg bewies damit eindrucksvoll, dass die Mannschaft auch in schwierigen Situationen gefährlich bleibt und Spiele innerhalb kurzer Zeit drehen kann.
Aktuell stehen die Miners somit für beste Unterhaltung bei Begegnungen mit ihrer Beteiligung. Für die Mighty Dogs wird es darauf ankommen, die Offensive des Gegners in den Griff zu bekommen und die eigene Heimstärke erneut aufs Eis zu bringen.
Im Vergleich zu Waldkraiburg hat sich der Kader der Peißenberger deutlich stärker verändert. Ganze elf Abgänge waren zu verzeichnen, darunter Filip Kriz, Matthäus Lidl, Marius Klein und Xaver Nagel. Auf der Zugangsseite stehen acht neue Spieler, die frischen Wind in die Mannschaft bringen sollen.
Für das Tor kam Andreas Magg vom EC Peiting. In der Defensive verstärkt Fynn Wager, der von den Mammuts aus Schongau nach Peißenberg wechselte, das Team. Im Sturm kam Elias Maier von den Erding Gladiators hinzu. Der wohl prominenteste Neuzugang dürfte allerdings in Schweinfurt bestens bekannt sein: Ilya Zheltakov.
Der Stürmer stand in der vergangenen Saison zunächst für die Mighty Dogs auf dem Eis und legte dabei einen beeindruckenden Lauf hin. In nur 15 Spielen sammelte er 50 Scorerpunkte – 19 Tore und 31 Vorlagen. Im Dezember wechselte Zheltakov zu den Eagles Essen-West in die Regionalliga West und gewann dort mit der Mannschaft die Meisterschaft. Da die Eagles trotz eines Neuanfangs weiterhin mit erheblichen finanziellen Problemen zu kämpfen hatten, wurde ihnen die Lizenz für die Regionalliga West entzogen. Die Miners nutzten die Gelegenheit und sicherten sich die Dienste des Angreifers gleich für zwei Jahre.
In Peißenberg macht Zheltakov nun dort weiter, wo er in Schweinfurt aufgehört hatte. Nach den ersten drei Saisonspielen stehen bereits drei Tore und fünf Vorlagen auf seinem Konto. Mit Ryan Murphy, Weiland Parrish und Dejan Vogl verfügt Peißenberg zudem über weitere gefährliche Offensivkräfte, die für einen erfolgreichen Saisonverlauf eine wichtige Rolle spielen können. Auf die Defensive der Mighty Dogs wartet somit am Sonntag eine anspruchsvolle Aufgabe.
Nicht nur auf dem Eis tut sich etwas
Neben dem Kader hat sich auch rund um die Flatbuy Arena einiges getan. Zahlreiche Helfer, Sponsoren und Gönner haben über viele Stunden hinweg weitere Baumaßnahmen am Eisstadion umgesetzt. Unter anderem erhielten die Miners eine gebrauchte Flexbande aus München. Darüber hinaus wurden im Sommer weitere Arbeiten am Stadion durchgeführt. Die Maßnahmen zeigen eindrucksvoll, wie groß der Zusammenhalt in Peißenberg ist und wie viel Einsatz hinter dem örtlichen Eishockey steckt. Für die Miners ist das Stadion schließlich mehr als nur eine Spielstätte: Es ist die Heimat ihres sportlichen Aushängeschilds.
Personelle Lage bei den Mighty Dogs
Im Kader der Mighty Dogs ist für das kommende Wochenende zumindest eine leichte Entspannung festzustellen. Wie sich die personelle Situation genau darstellt, teilte das Trainerteam folgendermaßen mit:
„Im Kader können wir nur teilweise positive Rückmeldungen geben. Erfreulicherweise ist Pavel Bares wieder zurück im Team, der aufgrund von Univerpflichtungen am vergangenen Wochenende noch fehlte. Lucas Kleider hingegen wird auch am kommenden Wochenende der Mannschaft fehlen, und auch Benedict Roßberg wird am Freitag aus beruflichen Gründen nicht dabei sein. Für Freitag können wir mit unseren Förderlizenzspielern in Waldkraiburg rechnen. Als Backup für Leon Pöhlmann nehmen wir Clemens Schulze ebenfalls aus Nürnberg mit.
Für die beiden schweren Aufgaben gegen Waldkraiburg und Peißenberg haben wir natürlich das vergangene Wochenende genauestens analysiert und wollen unsere Fehler abstellen. Wir sind gut vorbereitet und wollen ein erfolgreiches Wochenende für uns und unsere Fans bestreiten.“
Den Mighty Dogs ist bewusst, dass sie ihre Fehler abstellen und zugleich ihre zahlreichen Torchancen konsequenter nutzen müssen, um den Abstand zu den Topplätzen der Bayernliga nicht zu groß werden zu lassen. Nach den beiden Auswärtsniederlagen soll in Waldkraiburg der nächste Schritt gelingen, ehe am Sonntag im Icedome die nächste Herausforderung wartet. Das Ziel ist klar: ein erfolgreiches Wochenende mit möglichst vielen Punkten für die Mighty Dogs und ihre Fans.
Hinweise zum Auswärtsspiel gegen den EHC Waldkraiburg – 16. Oktober 2026 um 19:00 Uhr
Einlass: 18:00 Uhr
Bully: 19:00 Uhr
Stream: SpradeTV
Tickets: Abendkasse
Hinweise zum Heimspiel gegen den ERSC Amberg – 18. Oktober 2026 um 18:00 Uhr
Einlass: 17:00 Uhr
Bully: 18:00 Uhr
Stream: SpradeTV
Tickets: Online & Abendkasse
VEREINT IN WEIßBLAU



